Widen

Witwe muss Grabtafel entfernen, weil kein Kreuz auf dem Grab steht

Witwe muss Grabtafel entfernen

Witwe muss Grabtafel entfernen

Auf dem Friedhof in Widen muss Klara Fisler die Grabplatte ihres verstorbenen Ehemanns wegräumen. Das, weil kein Kreuz bei der Grabplatte steht.

In Widen ist ein ungewöhnlicher Streit im Gang: Auf dem Friedhof stört sich jemand so stark an einer Grabtafel, dass die Hinterbliebenen diese nun entfernen müssen.

Klara Fisler muss die Grabplatte ihres verstorbenen Ehemanns wegräumen – so will es die Gemeinde Widen. «Ich finde das eine Schikane», sagt sie gegenüber Tele M1. Die Grabplatte steht schon seit anderthalb Jahren und hatte bis jetzt niemanden gestört.

Der Hintergrund: Grabplatten sind auf dem Friedhof Widen laut Reglement nur erlaubt, wenn statt eines Grabsteins ein Kreuz auf dem Grab steht. Wie Gemeindeammann Peter Spring erklärt, sei es aber nicht die Gemeinde, die sich daran gestört habe: «Es ging eine Beschwerde einer Bürgerin ein, die auf Gleichberechtigung gepocht hat. Diese haben wir angewendet.»

Wie Fredy Cousin, der Schwiegersohn des Verstorbenen, erklärt, sei man davon ausgegangen, dass eine Grabplatte und ein Grabstein erlaubt seien, weil dies auf einem anderen Grab ebenfalls so gemacht wurde.  Laut Spring liege in diesem Fall eine Ausnahmegenehmigung vor: «Der Gemeinderat hat dies erlaubt. Seinerzeit wurde auch dies moniert, die Familie musste Anpassungen vornehmen.»

Nun wollen die Hinterbliebenen zusammen mit der Gemeinde eine Lösung suchen, die für alle stimmt. (kob)

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