«Das Interesse an historischen Fahrzeugen und Maschinen ist riesig. Das hat unsere erste Veranstaltung vor zwei Jahren gezeigt. Wir hätten nie mit einem so grossen Ansturm gerechnet und sind fast überrannt worden», sagt der Hilfiker Alex Hagenbuch, der den Anlass zusammen mit seinem Bruder Theo und weiteren Helferinnen und Helfern aus dem Freundeskreis organisiert hatte. Der Samstag, 16. Juli 2016, war der erste schöne Tag nach einer Woche Regen, die Ausstellung wurde damals von gegen 800 Personen besucht.

Funktioniert auch nach fast 100 Jahren noch: mobiler Steinbrecher von 1925.

Funktioniert auch nach fast 100 Jahren noch: mobiler Steinbrecher von 1925.

Am Samstag, 21. Juli, heisst die Devise in der Sarmenstorfer Vorstadt erneut: «Motoren – Räder – Raupen». Zu sehen sein wird «Technik von damals, die heute noch begeistert und vor allem noch läuft». Man wolle, sagen die Organisatoren, nicht primär in Reih und Glied aufgestellte, schön polierte Oldtimer-Fahrzeuge und -Maschinen zeigen: «Der Grundgedanke hinter unserer Veranstaltung ist es, möglichst viele Gefährte und Maschinen im Betrieb zu zeigen. Die Leute sollen die alte Technik nicht nur sehen, sondern möglichst auch erleben und fühlen können.»

Feldbahn und Kieswerk

Was am 21. Juli in Sarmenstorf alles zu sehen ist, wissen die Veranstalter nicht bis ins letzte Detail. Oldtimer-Besitzer sind eingeladen, am Treffen spontan vorzufahren. Das garantiert einen Überraschungseffekt für das Publikum, verlangt aber von den Organisatoren grosse Flexibilität. «Wir haben zwei grosse Wiesen zur Verfügung und auch daneben noch relativ viel Platz. Das wird schon klappen», ist Hagenbuch überzeugt.

Traktoren, Panzer, Bagger – alles was einen Motor hat, ist willkommen.

Traktoren, Panzer, Bagger – alles was einen Motor hat, ist willkommen.

Die grösseren Attraktionen stehen jedoch bereits fest. Zu sehen sein wird ein historisches mobiles Kieswerk mit «allem Drum und Dran», inklusive eines revidierten alten Baukrans. Dazu kommt eine Feldbahn, die auf 60 Zentimeter breiten Gleisen fährt. «Die Besucher können auf ihr mit zum Kieswerk fahren und dort miterleben, wie der mitgeführte Schotterwagen beladen wird», erklärt Hagenbuch. Zu sehen sein werden – unter anderem – auch eine sogenannte Widder-Pumpe, die ohne Fremdenergie Wasser fördern kann, die komplette Serie der legendären Hough-Payloader, ein Seilbagger und viele Geräte, wie sie einst von den Handwerkern benützt worden sind.

Das Bestreben der Aussteller ist es, eine möglichst grosse Vielfalt von Oldtimern präsentieren zu können, zivile ebenso wie militärische. Im Jubiläumsjahr des Schweizer Panzer 68, der vor 50 Jahren gebaut worden ist, darf ein solcher natürlich ebenso wenig fehlen wie die legendären Saurer- oder Henschel-Armeelaster, Jeeps und Armeetöffs. Vom Velo mit Hilfsmotor über verschiedenste Autos, Motorräder, Traktoren und Baumaschinen wird eine grosse Bandbreite von alten Fahrzeugen und Geräten dem Publikum aufzeigen, mit welchem Ideenreichtum und handwerklichen Geschick unsere Vorväter die technische Revolution eingeleitet haben. Und, dass diese Technik auch nach Jahrzehnten noch reibungslos funktioniert.

Sarmenstorf bekommt Buffet

Zu einer Premiere wird die Festwirtschaft, in der den ganzen Tag über Live-Musik angesagt ist. «Wir gestalten das Festzelt als Bahnhofbuffet. In Sarmenstorf hat es zwar einst einen Bahnhof gegeben, aber nie ein Bahnhofbuffet. Das werden wir jetzt ändern», schmunzelt der Organisator. Der Eintritt zur Veranstaltung ist für Teilnehmer und Zuschauer frei.