Bremgarten

«Wir sind empört» – Bezlehrer verurteilen anonymen Brief aufs Schärfste

Bremgarten in der Novembersonne

In Bremgarten distanzieren sich die Lehrer von einem anonymen Brief

Bremgarten in der Novembersonne

Das Kollegium der Bremgarter Bezlehrer distanziert sich vom Inhalt des Schreibens, das am Mittwoch für Aufruhr sorgte und den Schülerinnen und Schülern zugespielt worden war.

Am Mittwoch kursierte im Umfeld der Bremgarter Bezirksschule ein anonymes Schreiben mit heftigen Anschuldigungen gegen den Schulleiter und den Gesamtschulleiter. Der Brief wurde gezielt der Schülerschaft zugespielt (die AZ berichtete) und gaukelte vor, von einer grösseren Gruppe des Lehrerkollegiums zu stammen.

Nachdem sich die Schulpflege bereits uneingeschränkt hinter die Betroffenen gestellt hat, weil sich die Vorwürfe als haltlos erwiesen hätten, reagiert auch das Lehrerkollegium der Bezirksschule Bremgarten. Die Lehrerschaft nimmt am Freitag in einem Schreiben an die Eltern, die Schüler, die Schulpflege und die Schulleitung ebenfalls Stellung zum anonymen Brief.

«Wir sind bestürzt, sehr betroffen und empört und möchten uns von diesem Schreiben, dem Vorgehen, dem Inhalt und den Urhebern in aller Form distanzieren. Dieser Brief löst in uns Ratlosigkeit und Fassungslosigkeit aus», erklärt das Kollegium.

«An unserer Bezirksschule herrscht ein gutes Klima»

Die Gruppe stösst sich vor allem an fünf Punkten an der Geschichte. Die Urheberschaft bleibe anonym und es sei eine offene Drohung ausgesprochen worden. Zudem seien die Schülerinnen und Schüler involviert worden und interne Daten von diesen missbraucht worden. Stossend sei auch, dass von einer grösseren Gruppe des Kollegiums gesprochen werde.

Mit deutlichen Worten hält die Lehrerschaft fest: «An unserer Bezirksschule herrscht ein gutes Klima, das wir erhalten möchten. Wir verstehen uns als eine gut funktionierende Einheit von Schulleitung und Lehrerkollegium und pflegen eine offene Gesprächskultur, in der man respektvoll und auf Augenhöhe miteinander umgeht. Wir verurteilen dieses Vorgehen und den Inhalt des anonymen Schreibens aufs Schärfste.»

Unterzeichnet ist die Stellungnahme von 36 Personen des Kollegiums. Es stünden das ganze Lehrerteam als auch der Hauswart und das Sekretariat hinter diesem Schreiben. Gemäss der Schulpflege wird bei der Kantonspolizei eine Anzeige wegen übler Nachrede und Verleumdung erstattet.

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