Als Rennsäuli-Trainer hat der Murianer Obst-, Gemüsebauer und Schweinezüchter Willi Staubli einige Erfahrung. An der Gewerbeausstellung in Muri sind seine schnellen Ferkel schon fast legendär. Auch an anderen Veranstaltungen im Aargau waren Staubli und seine rasenden Schweinchen schon des Öfteren im Einsatz. So unlängst auch am traditionellen Bauerntag in Aarau, wo die Säulirennen im Stadtpark als eine der Hauptattraktionen seit Jahren stets ein grosses Publikum anziehen.

Enten schwierig zu trainieren

Jetzt baut Willi Staubli aus. An der Gewerbeausstellung in Muri, die vom 6. bis 9. Oktober in der Schulanlage Bachmatten stattfindet, schickt er erstmals auch 8 Enten auf den Parcours. Das allerdings noch nicht unter wettkampfmässigen Bedingungen: «Ich habe die Enten im Frühling gekauft und seither trainiere ich mit ihnen. Es ist allerdings etwas schwieriger, als ich anfänglich gedacht habe», sagt der Hobby-Tiertrainer.

Wenn er allein mit den niedlichen Tieren arbeite, dann funktioniere es bereits sehr gut. Doch im Gegensatz zu den Ferkeln seien die Enten sehr scheu und entsprechend vorsichtig: «Wenn etwas Unvorhergesehenes passiert, halten sie sofort an und drängen sich zusammen. Mit den Schweinen ist es deutlich einfacher. Die sind so richtig verfressen und rennen einfach los, wenn sie merken, dass am Ende irgendwo etwas Futter auf sie wartet.»

Vorerst Weile statt Eile

Doch Willi Staubli hat Geduld. Im Gegensatz zu den Rennsäuli, die nach der Murianer Gewerbeausstellung in den normalen Zuchtalltag
integriert und ein paar Monate später geschlachtet werden, wird er die Enten behalten und weiter trainieren. «Gemessen an den bisherigen Fortschritten bin ich zuversichtlich, dass die Tiere mit der Zeit die Angst vor dem Unbekannten verlieren und etwas zutraulicher und forscher werden», erklärt der Landwirt. Er sei, sagt Staubli, selber gespannt, wie sich das Unternehmen Renn-Enten weiter entwickle. Auf jeden Fall habe er «e cheibe Freud» an den schönen Tieren und es mache ihm Spass, mit ihnen zu arbeiten.

Landwirtschaft zeigt sich

Wie üblich präsentiert Willi Staubli seine Tiere im Rahmen der Aktivitäten des Freiämter Landwirtschaftsvereins, der zusammen mit den Landfrauen die Auftritte der Bauern an der Murianer Gewerbeausstellung koordiniert. Die Landwirte scheuen erneut keine Mühe, um den Konsumenten ihr Gewerbe, ihre Dienstleistungen und ihre Produkte näher zu bringen.

Erneut gibt es in zwei grossen Zelten nicht nur für Erwachsene, sondern vor allem auch für Kinder viel zu erfahren, zu bestaunen und zu degustieren. Neben Staublis rasenden Säuli, den schwimmenden, tauchenden und rennenden Enten warten weitere Tiere im traditionellen Streichelzoo. Am Samstag und Sonntag ist für die Kinder auch Ponyreiten angesagt. Die Landfrauen laden über die ganze Ausstellungsdauer erneut in ihr bereits legendäres Restaurant.

Mehr Informationen zur Gewerbeaus-stellung Muri auf www.muri-hebt-ab.ch