Bremgarten

Wieder 100'000 Besucher am Christchindli-Märt, auch wenn Eindruck täuscht

Weihnachtsmarkt, Christchindlimärt 2016 in Bremgarten

Weihnachts- und Christchindlimärt 2016

Weihnachtsmarkt, Christchindlimärt 2016 in Bremgarten

Am Freitag schien es am Weihnachtsmarkt weniger Besucher zu haben als in anderen Jahren – die Zahlen können dies aber nicht belegen.

Parkplätze sind am Weihnachts- und Christchindli-Märt im Reussstädtchen immer sehr begehrt. Die Tiefgarage des Einkaufszentrums ist belegt, auch wenn die Läden halb leer sind, jeder Besucherparkplatz und jede Abstellmöglichkeit wird genutzt.

Ein paar Kinder haben offenbar schon früh das Prinzip von Angebot und Nachfrage begriffen und ihr Sackgeld aufgebessert: Die Privatparkplätze ihrer Eltern, die diese nicht benötigten, vermieteten sie für einen bescheidenen Beitrag ins Sackgäldkässeli.

Dafür gabs gratis obendrauf aufmunternde Worte («Super parkiert, schönen Märt wünschen wir!») und ein freundliches Lächeln. Die Kinder haben, so lassen es die strahlenden Gesichter vermuten, gute Geschäfte gemacht. Aber welche Bilanz ziehen die Marktfahrer?

Nach der Eröffnung am Donnerstag geht es meistens noch gemütlich zu und her. Man stimmt sich auf die kommenden Märt-Tage ein, so war es auch in diesem Jahr. Am Freitag zog es aber eher weniger Besucher in die Gassen der Altstadt als in anderen Jahren, so zumindest die Rückmeldung einiger Marktfahrer.

Eindrücke vom Eröffnungstag – und was für den Samichlaus höchstpersönlich das Schönste ist am Bremgartner Weihnachtsmarkt.

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Am Sonntag zogen die meisten dennoch eine positive Bilanz: «Am Samstagabend hat es richtig angezogen mit den Leuten, und heute läuft es auch sehr gut», erzählt eine Verkäuferin an einem Stand mit regionalen Spezialitäten. Auch bei der Gewürzhändlerei zum scharfen Sultan, ein langjähriger Gast am Christchindlimärt, zieht man dasselbe Fazit: Am Freitag lief nicht sehr viel, am Wochenende schon.

«Buonissimo! Stunning! Excellent!» Wie den in- und ausländischen Gästen der Bremgartner Weihnachtsmarkt gefällt

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Eindruck täuscht

Diesen Eindruck kann Marktchef Walter Friedli nicht bestätigen: «Wir sehen die Passagierzahlen vom Shuttlebus und wie viele Parkplätze jeweils belegt sind, konnten aber keine grossen Schwankungen zwischen den Tagen feststellen.»

Die Zahlen würden auch gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig abweichen, es hatte wiederum gut 100'000 Besucherinnen und Besucher im Reussstädtchen. Dass bei manchen der Eindruck aufkomme, es habe weniger Gäste, habe mit dem neuen Sicherheitskonzept zu tun, das seit 2014 gilt.

«Es gibt jetzt weniger Stände, die Leute verteilen sich mehr. Dafür kann man auch sehen, was an den Ständen verkauft wird, und muss nicht immer im Gänsemarsch hintereinander her laufen», erklärt Friedli.

Sein Fazit fällt positiv aus: «Das Wetter hätten wir uns besser gar nicht wünschen können, die Sonne schien, aber es war trotzdem kühl. Das passt zum Christchindli-Märt», sagt Friedli. Dass es nicht geschneit hat, sieht er positiv: «So gab es keine Probleme mit Glatteis wie in anderen Jahren. Es lief alles rund, von daher gesehen, war es ein ruhiger Märt.»

Auf dem Kutschbock: Mit Vulkan und Vegas durch Bremgarten.

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