Jörg Baumann:

"Ich sass gerade beim Frühstück, als es tätschte. Und ich erschrak so sehr, dass mir die Ovo aus der Hand fiel. In dem Moment war mir klar, das musste die Pulveri gewesen sein. So einen Chlapf hatte ich davor natürlich noch nie gehört, aber es konnte meiner Meinung nach gar nichts anderes gewesen sein. Ich arbeitete damals beim «Wohler Anzeiger», darum stieg ich sofort ins Auto, fuhr Richtung Pulveri und sah schon von weitem den Rauch aufsteigen. Ich kam relativ ring bis zu den Posten heran, die man um die Umfallstelle aufgestellt hatte. Was ich dort sah, habe ich anschliessend in einer Reportage festgehalten."

Toni Widmer:

"Ich könnte noch einen Kreis um die Stelle zeichnen, an der ich gestanden habe, als es chlöpfte. Mein Vater wusste schnell, dass in der Pulveri etwas passiert war und ist mit seinem Moped losgefahren. Weit ist er nicht gekommen. «Es sind genug Helfer vor Ort, mich braucht es dort nicht», sagte er, als er bald darauf wieder zurückkam. «Es hat viele Tote gegeben», schob er nach. Und dann sagte er ziemlich lange nichts mehr. Er dachte wohl an seine Freunde, die damals dort gearbeitet haben. Von ihnen sind zum Glück alle davongekommen."

Jörg Meier:

"Ich war früh auf, an dem Tag begann mein Ferienjob als Tannlisetzer im Wohler Wald. Ich sass beim Frühstück, als die Explosion unser Haus erschütterte. Ich ahnte intuitiv, was passiert war. Ich rannte in mein Zimmer, von dort sah man direkt zur Pulveri. Die Druckwelle hatte das Fenster aufgedrückt; auf dem Rasen lagen Dachziegel. Ich sah den Feuerpilz, die Rauchwolke, hörte die gespenstische Stille. Die Nachbarn stürmten aus den Häusern auf die Anhöhe, von wo man die Pulveri sah. Sirenen gingen los. Ich setzte mich aufs Velo und fuhr Richtung Dottikon, kam aber nicht weit, weil die Strassen verstopft oder abgesperrt waren. Dass ich zum Forsthaus sollte, vergass ich."

Eddy Schambron:

"Ich weiss noch, ich war damals 14 Jahre alt und hatte einen Ferienjob bei der Dambach-Mühle in Villmergen. Dort machte ich mich gerade bereit, um die Fensterrahmen zu streichen, als ich den Knall hörte. Ich erschrak natürlich fürchterlich. Und ich weiss noch, wie hinter mir in den Vitrinen das Geschirr klirrte."