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Wie soll im Freiamt künftig gebaut werden?

Wie und wo soll sich das obere Freiamt entwickeln? Zusammen mit den Gemeinden erarbeitet die Repla Oberes Freiamt ein Konzept für die nächsten 25 Jahre.ES

Wie und wo soll sich das obere Freiamt entwickeln? Zusammen mit den Gemeinden erarbeitet die Repla Oberes Freiamt ein Konzept für die nächsten 25 Jahre.ES

Mit dem neuen Raumplanungsgesetz hat der Kanton den Auftrag erhalten, sein Siedlungsgebiet für den Richtplanhorizont von 25 Jahren verbindlich festzulegen. Der Regionalplanungsverband Oberes Freiamt entwickelt dazu eine regionale Strategie.

Mit dem neuen Raumplanungsgesetz hat der Kanton den Auftrag erhalten, sein Siedlungsgebiet, seinen Raum für die zukünftige bauliche Entwicklung, für den Richtplanhorizont von 25 Jahren verbindlich festzulegen. Siedlungsentwicklung 2040 wird das genannt. Der Bezirk Muri ist für diese Aufgabe gut aufgestellt, wie Barbara Gloor, Geschäftsleiterin der Metron Raumentwicklung AG, an der Abgeordnetenversammlung des Regionalplanungsverbandes (Repla) Oberes Freiamt, feststellte. Aber die Arbeit fängt erst richtig an. Es gilt, eine Strategie für die Region zu entwickeln.

Im oberen Freiamt sind mit Regionalem Siedlungs- und Verkehrskonzept, mit der Untersuchung über die Ortsdurchfahrten und der Zukunftsvision gute Grundlagen vorhanden, um das Thema Siedlungsentwicklung weiterzuverfolgen. Mit der Plattform Aargau-Zug ist sogar eine grössere Region, der funktionale Raum Oberfreiamt, im Blickfeld. Schliesslich wird der wirtschaftlichen Standortförderung bereits heute viel Gewicht beigemessen und aktiv betrieben.

Wie und wo weiterentwickeln?

«Im Rahmen der Siedlungsentwicklung 2040 muss sich die Region überlegen, wie und wo sie sich weiterentwickeln soll und kann»,sagte Gloor. Die Vorgaben von Bund und Kanton sind klar: Die Zersiedelung muss gestoppt werden, ihre Strategie setzt auf innere Siedlungsentwicklung und Verdichtung. Arbeitsplatzregionen werden in Entwicklungsschwerpunkten gesehen. Mit dem Zeitrahmen von 25 Jahren findet auch ein Paradigmenwechsel, also ein grundsätzlicher Wandel von Rahmenbedingungen, statt.

Vorbei sind die Zeiten, als man bei Bedarf wieder Land für Wohnbauten oder für die Neuansiedlung von Gewerbebetrieben einzonte. Vorbei sind auch die Zeiten, als sich Gemeinden losgelöst von der Region nur um die eigene Entwicklung kümmerten. Ein regionales Konzept muss die Interessen von Gemeinden und Region unter einen Hut bringen. «Damit wird die Ausgangslage gegenüber dem Kanton gestärkt», unterstrich Gloor. Die Repla Oberes Freiamt wird als geeignetes Organ für die Entwicklung einer regionalen Strategie betrachtet. Hier laufen schon seit Jahrzehnten die regionalen Fäden zusammen.

Geringe Landreserven

Noch sind viele Fragen offen. Wo soll beispielsweise künftige Arbeitsplatzentwicklung stattfinden? Der Kanton nennt Muri und Sins als Entwicklungsschwerpunkte. Die Repla nimmt auch Boswil und Merenschwand in diese Liste auf. Welche qualitativen Ziele sollen verfolgt werden? Für die Repla ist klar, dass zwar der Zersiedelung Einhalt geboten wird, aber die Entwicklung in den Gemeinden trotzdem nicht verhindert werden darf. In einer ersten Phase wurde jetzt eine Auslegeordnung gemacht. Das weitere Vorgehen sieht für 2015 den Einbezug weiteres Kreise – etwa Gewerbetreibende oder Grundeigentümer – in die Überlegungen vor. Schliesslich wird es zu einer gemeinsamen Strategie in der Siedlungsentwicklung 2040 kommen. Eines konnte Gloor schon mal vorwegnehmen: «Das Freiamt wird angesichts der geringen Landreserven in die Höhe wachsen.»

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