Bremgarten
Wie man aus 5 Knoten 2 Kreisel macht

Die zwei neuen Kreisel Wohler- und Oberebenestrasse sind ein Strassenbauvorzeigeprojekt geworden.

Christian Breitschmid
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Sie strahlten mit der Sonne um die Wette, alle Damen und Herren, die am kantonalen Strassenprojekt «Bremgarten; K 127/260/270, Kreisel Wohlerstrasse und Kreisel Oberebenestrasse» beteiligt waren. Und sie hatten allen Grund dazu, denn das seit 2003 geplante und gestern offiziell eröffnete Strassenbauprojekt in Bremgarten gehört zu den grössten des Kantons.

Es war für Ingenieure, Bauleitung und Bauunternehmung eine grosse Aufgabe, aber durch die optimale Zusammenarbeit, auch mit der Stadt Bremgarten und den Anrainerfirmen, konnten die prognostizierte Bauzeit um fünf Monate und der genehmigte Baukredit um eine Million Franken unterschritten werden. Kein Wunder also, dass die beiden Vertreter des Departements Bau, Verkehr und Strassen, Rolf H. Meier, Abteilungsleiter Tiefbau, und Marius Büttiker, Leiter Sektion Strasse 2, aus der Freude über den gelungenen Bau und ihrer Dankbarkeit für die gute Zusammenarbeit keinen Hehl machten.

Ohne grössere Unfälle

In seiner Rede wies Kantonsingenieur Rolf H. Meier besonders darauf hin, dass die beiden Kreisel durch die Entschleunigung die Verkehrssicherheit erhöhten, dabei aber gleichzeitig den Verkehrsfluss verbesserten. Ebenso konnte mit diesem Bau eine Lücke im kantonalen Radroutennetz geschlossen werden. «Und das Beste ist», so Meier weiter, «dass wir während der ganzen Bauzeit keinen einzigen grösseren Unfall hatten. Das ist nicht selbstverständlich bei einem so grossen Projekt.»

Auch Gesamtprojektleiter Marius Büttiker wusste in seiner Ansprache mit einigen Höhepunkten aufzutrumpfen: «Wir haben alle unsere Ziele erreicht. Aus fünf unfallgefährdeten Knotenpunkten haben wir zwei sichere gemacht, in Form dieser beiden Kreisel. Hier kann man von allen Seiten her einfahren und kommt von hier aus auch überall hin. Jede Bauphase fand unter Verkehr statt. Das hat die Arbeit nicht erleichtert. Aber dennoch waren wir nach nur 22 Monaten mit allem fertig.»

Finish in zwei Jahren

Einzig der zehn Meter hohe Damm, welcher zur Verbindung der beiden Kreisel aufgeschüttet werden musste, kann sich im Laufe der nächsten zwei Jahre noch etwas absenken und wird deshalb erst dann mit dem definitiven Belag versehen. Stadtammann Raymond Tellenbach sorgte mit seiner Dankesrede für einen humorvoll-hintersinnigen Übergang vom Festakt zum Imbiss. «Bremgarten ist um eine Attraktion reicher geworden», frohlockte er. «Alle, die zu uns kommen, erleben eine echte Horizonterweiterung, sobald sie aus dem dunklen Wald herausfahren.»

Zu Beginn habe die neue Strassenführung die Autofahrer zwar noch etwas verwirrt, sodass er am liebsten ein Schild an die Kreiseleinfahrten gestellt hätte mit der Aufschrift: «Maximal drei Runden!» Aber dieses Problem habe sich schnell von selber gelöst, seit man auch in Indien von den beiden Kreiseln wisse. «Da wird ja die Software der Navigationsgeräte programmiert.»