Wohlen

Wie ein Dorf lebendig wird

Katharina Stäger und Lukas Vogt ermutigen zur Gemeinwesenarbeit.

Katharina Stäger und Lukas Vogt ermutigen zur Gemeinwesenarbeit.

Der Verein für Jugend und Freizeit sprach in Wohlen über die Chancen der Gemeinwesenarbeit.

Wie kann das Zusammenleben und die Gemeinschaft eines Ortes gefördert und vor allem lebendig gehalten werden? Dieser Frage ging die Informationsveranstaltung des Vereins für Jugend und Freizeit (VJF) nach und stellte neben der Theorie auch erfolgreiche praxisbezogene Projekte vor. Der VJF ist nicht nur auf Kinder- und Jugendarbeit begrenzt, sondern sprechen sämtliche Bevölkerungsgruppen an. «Um zu ermitteln, wie die Ist-Situation und der Bedarf an Gemeinwesenarbeit ist, machten wir eine Umfrage bei der Exekutive und den Gemeindekanzleien unserer Partnergemeinden», berichteten die VJF-Mitarbeitenden Katharina Stäger und Lukas Vogt. Laut den Resultaten sei Bedarf vorhanden, besonders für zeitlich befristete Projekte.

Von der Theorie zur Praxis

Der VJF zeigte an zwei Beispielen, was Gemeinwesenarbeit leisten kann. Zwei VJF-Mitglieder, Fabian Birrer und Cécile Lanz, berichteten von Projekten, an denen sie mitgewirkt haben. Fabian Birrer betreute die Entwicklung des «Dorfmärts» in Birrwil. Der fehlende Dorfladen sei in der kleinen Gemeinde ein Problem, wie eine Umfrage ergeben habe. Aus Workshops habe sich die Idee herauskristallisiert, einen regelmässigen «Dorfmärt» ins Leben zu rufen. Birrer dazu: «Der Vorteil des Marktes ist, dass kein Ladenlokal benötigt wird, das vielleicht oft leer ist. Ein fester Termin und das Grundbedürfnis Einkaufen bringt die Leute zusammen.» Der Märt sei wertvoll für Neuzuzüger und Senioren, um Leute kennen zu lernen und Kontakte zu pflegen. Inzwischen sei der Birrwiler Dorfmärt zu einem beliebten Treffpunkt geworden.

Das zweite Projekt aus Baden soll Alt und Jung ansprechen. «Mithilfe von Paten, die Privatpersonen, Vereinen oder Institutionen sein können, werden Hochbeete in Gärten oder auf öffentlichen Plätzen aufgestellt und mit essbaren Nutzpflanzen bepflanzt», sagt Cécile Lanz. Zur Ernte darf sich jeder aus den Beeten bedienen. Ziel sei, das Gefühl des Zusammenwirkens zu stärken.

Gut vernetzt und mit viel Erfahrung

Zum Abschluss ermutigten Katharina Stäger und Lukas Vogt die Anwesenden, die Gemeinwesenarbeit zusammen mit dem VJF zu unterstützen. Vogt sagte: «Unsere Mitarbeiter haben Erfahrung, sind gut vernetzt und in den Regionen verankert.» Durch die erwähnte Umfrage habe man bereits zwei Gemeinden ermitteln können, die Pilotprojekte anstossen wollen, teilten Stäger und Vogt mit.

Meistgesehen

Artboard 1