Unterlunkhofen
Wie die Sumpfer-Stilzli das Schüür-Feeling erzeugen

Die Sumpfer-Stilzli aus Unterlunkhofen haben sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Welche Höhepunkte stehen dieses Jahr auf dem Programm?

Dominic Kobelt
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Patrick Staub (links) und Marco Koch sorgen für neue Ideen bei der Guggenmusik Sumpfer-Stilzli. zvg

Patrick Staub (links) und Marco Koch sorgen für neue Ideen bei der Guggenmusik Sumpfer-Stilzli. zvg

Nach einer tollen 30-Jahr-Jubiläumssaison vor zwei Jahren schafften sie letztes Jahr am Guggen-Wettbewerb Monster Muri den hervorragenden zweiten Platz. Keine leichte Aufgabe also, auch in diesem Jahr Höhepunkte zu setzten. Patrick Staub als neuer Präsident und Marco Koch als neuer musikalischer Leiter – in Fasnachtssprache: Tambi – haben sich dieser Aufgabe angenommen. Die beiden sind langjährige Sumpfer, in der Region bekannt und berüchtigt.

«Es war ein holpriger Einstieg in die diesjährige Saison, aber das ist eigentlich immer so», sagt Koch. Besonders der erste Abend sei jeweils schwierig, «da sind noch nicht alle in Fasnachtsstimmung». «Und es wissen noch nicht alle, wie viel sie vertragen», sagt Staub und lacht.

Was ändert sich denn mit einem neuen Präsidenten und einem neuen musikalischen Leiter? «Es gibt frischen Wind und neue Ideen, es ändern sich aber nur kleine Sachen. Wichtig ist, dass es von Zeit zu Zeit neue Leute in den Vorstand kommen, sonst kommt man nicht weiter.»

Die «Sumpfer Stilzli» bei ihrem Auftritt im Gmünder City-Center:

Gugge hat anderen Stellenwert

Koch sagt, seine Aufgabe als neuer Tambi sei herausfordernd. «Damit habe ich aber auch gerechnet. Man hat etwas mehr Verantwortung, muss schauen, dass man beim Auftritt parat und einigermassen nüchtern ist.» Dass eine Guggenmusik meist nicht mit null Promille aufspielt, ist bekannt. Trotzdem: Die Ansprüche an die Musikantinnen und Musikanten sind höher geworden. Wie halten es die Sumpfer-Stilzli mit dem spielerischen Ehrgeiz? «Vor zwanzig oder dreissig Jahren hatte eine Guggenmusik noch einen anderen Stellenwert. Da hat man ein paar Mal geprobt und stand dann auf die Bühne; wir beginnen ein halbes Jahr im Voraus mit Proben», erklärt Koch. Man habe schon den Anspruch, gut zu sein, die musikalische Leistung müsse stimmen. «Aber das Drumherum ist genauso wichtig.» «Es ist dann geil, wenn wir auf der Bühne ein Fest haben und das Publikum anstecken können», ergänzt Staub.

Nicht nur die Anzahl Proben, auch die Guggen sind auch grösser geworden. «Wir sind momentan 48 Mitglieder. Das ist eher an der oberen Grenze, Ziel ist es, den Bestand zu halten», sagt Staub. «Wir brauchen Leute, die nicht nur mitspielen, sondern auch mit anpacken, der Schüürball ist mit viel Arbeit verbunden.» Bei den Aufbauarbeiten sind zu Spitzenzeiten 150 Leute in der Halle beschäftigt. «Ohne die Unterstützung von anderen Vereinen wäre so ein Ball nicht denkbar», sagt Staub. «Wir haben uns auch für dieses Jahr etwas spezielles einfallen lassen, aber was die Besucher erwartet, ist noch nicht offiziell», gibt sich der Präsident der Sumpfer geheimnisvoll.

Das letzte Mal Vollgas

Der Fasnachtsball in Unterlunkhofen ist für viele Freiämter Fasnächtler der Abschluss der Saison, das letzte Mal Vollgas, die Nacht durchtanzen und mit Shotgläsern auf ein Ziel schiessen. Auch wenn die Party nicht mehr in einer «Schüür» steigt, sondern in der Mehrzweckhalle, «das ‹Schüür-Feeling› muss da sein», sagt Koch. Und wie erreicht man das? «Das richtige Publikum ist wichtig, die Leute müssen verkleidet kommen. Richtige Fasnächtler halt. Die holt man mit einer schön dekorierten Halle ab, und natürlich mit guten Guggenmusiken und einem DJ, der Stimmung macht», sagt Staub. «Zudem ist es einer der wenigen Bälle, die noch bis 5 Uhr geöffnet haben dürfen. Wir sind der Gemeinde für die gute Zusammenarbeit sehr dankbar.»

Schüürball am 21. Februar ab 20 Uhr, Mehrzweckhalle Unterlunkhofen

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