Muri

Wie die Schulen in Muri die «Chaosphase» meistern

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Während für die Oberstufe digitale Angebote ins Auge ­gefasst sind, werden für die Mittelstufe einerseits digitale Aufgaben und andererseits Zeitfenster mit (freiwilligen) Arbeitsaufgaben geplant.

«Wie das ist in einer Krise: Wir versuchen, die Chaosphase in einen so weit wie möglich geordneten Betrieb zu überführen», sagt der Murianer Schulleiter Hubert Anderhub. Am Montag wurden stufengetrennte Lehrerkonferenzen durchgeführt mit dem Ziel, einerseits alle Lehrkräfte auf den gleichen Informationsstand zu bringen und andererseits, um Angebote für die Schülerinnen und Schüler «in welcher Form auch immer» bereitzustellen. «Je nach Stufe sind die Möglichkeiten anders», betont Anderhub.

Während für die Oberstufe digitale Angebote ins Auge ­gefasst sind, werden für die Mittelstufe einerseits digitale Aufgaben und andererseits Zeitfenster mit (freiwilligen) Arbeitsaufgaben geplant. In der Unterstufe sind in erster Linie die Eltern gefordert. Gemäss Kantonsrichtlinien dürfen von den Lehrpersonen keine Aufgaben erteilt werden, auch nicht digital. Aber es sind Aufträge für freiwilliges, selbstständiges Lernen an die Schülerinnen und Schüler möglich. «Wir sind bestrebt, dieses Angebot für Schülerinnen und Schüler der Schule Muri zeitnah zu erarbeiten und zugänglich zu machen», unterstreicht Anderhub. Jede Klassenlehrerin, jeder Klassenlehrer hat die Eltern der Schülerinnen und Schüler bereits am Samstag persönlich kontaktiert und die aktuellen Informationen vermittelt. «Dieser Kontakt wurde sehr positiv aufgenommen», stellt Anderhub fest, «wir erhielten viele entsprechende Rückmeldungen.»

Nicht unerwartet war für ihn, dass das Betreuungsangebot bisher relativ bescheiden genutzt wird. An der Oberstufe verlangte niemand danach, an der Primarschule 6 und in der Unterstufe waren es gegen 20 Personen. «Wir gewährleisten die Betreuung durch Lehrpersonal bewusst an allen Schulstandorten, wir wollen sie nicht zen­tral anbieten.» Die Betreuung findet für den Kindergarten zu den üblichen Stundenplanzeiten statt, für die 1. bis 6. Klasse von 8 bis 11.45 Uhr, nachmittags nach Stundenplanzeiten und für die Oberstufe von 8 bis 11.45 und von 13.30 bis 16 Uhr statt. Was heute gilt, kann morgen schon anders sein. Anderhub erklärt, die Stufenlehrkräfte würden jeden Tag zusammenkommen und allenfalls Anpassungen vornehmen. «Je nach Bedarf ist jeweils auch ein Gemeinderat dabei.» Auf der Homepage www.schulemuri.ch würden allfällige Änderungen und Anweisungen sofort publiziert. (es)

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