Muri
Wie das Holz legten sie Jahrring um Jahrring zu

Mit einem Apéro in der Waldhütte Maiholz wurden die langjährigen Mitarbeiter des Forstbetriebs Region Muri, Sepp Troxler und Röbi Häfner, von den Mitgliedern der Betriebskommission geehrt.

Cornelia Bisch
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Der Forstbetrieb Region Muri ehrt zwei langjährige Mitarbeiter, von links: Förster Beat Bossert, der ehemalige Leiter Staatswald und Pensionär Röbi Häfner, Forstwart Sepp Troxler und Ueli Küng, Präsident der Betriebskommission.

Der Forstbetrieb Region Muri ehrt zwei langjährige Mitarbeiter, von links: Förster Beat Bossert, der ehemalige Leiter Staatswald und Pensionär Röbi Häfner, Forstwart Sepp Troxler und Ueli Küng, Präsident der Betriebskommission.

CB

Beide Jubilare bleiben dem Forstbetrieb Region Muri in der einen oder anderen Form erhalten: Forstwart Sepp Troxler wird sein Amt auch nach 25-jähriger Tätigkeit weiterführen, während Röbi Häfner nach über 30-jähriger Mitarbeit in verschiedenen Funktionen seinen Ruhestand antritt. Als Präsident der Jagdgesellschaft jedoch wird er dem Forstwesen verbunden bleiben.

Viele langjährige Mitarbeiter

Jubiläen zu feiern, werde im Forstbetrieb langsam zur Gewohnheit, scherzte Ueli Küng, Präsident der Betriebskommission. «Es ist ein gutes Zeichen für den Betrieb, dass die Fluktuation so niedrig ist», ergänzte Förster und Betriebsleiter Beat Bossert. «Aber nun kommt die ältere Garde langsam ins Pensionsalter, sodass es an der Zeit ist, wieder junge Fachleute einzuarbeiten.» Der junge Landwirt Sepp Troxler sei vor 25 Jahren ohne Fachausbildung als Forstwart eingestellt worden. «Die fehlende Ausbildung liess uns anfänglich zweifeln. Aber nach dem Sturm Vivian 1990 war so viel zu tun, dass wir es zum Glück wagten.» Sepp Troxler habe einen Kurs besucht, danach seine Kenntnisse selbstständig erweitert und sich mit viel Engagement und Eigeninitiative trotz Doppelbelastung durch den eigenen Landwirtschaftsbetrieb seinen neuen Aufgaben gestellt. «Wir danken Sepp Troxler für seinen unermüdlichen Einsatz und hoffen, dass er noch lange für unseren Forstbetrieb tätig sein wird», sagte Bossert.

Ein Leben im Dienst des Waldes

«Ich versuche gar nicht erst, genaue Jahreszahlen zu nennen. Ich sage einfach, Röbi Häfner hat sich über Jahrzehnte für den Forstbetrieb eingesetzt», so Ueli Küng. Der Pensionär selbst lüftete später das Geheimnis seines Dienstalters. «Ich habe am ersten Januar 1984 meine Tätigkeit als Kreisförster aufgenommen und bin seither mit dem Staatswald Muri immer verbunden geblieben.» Häfner hatte den langwierigen Entwicklungsprozess vom kleinen Forstkreis Freiamt zum Forstbetrieb Region Muri mit knapp 700 Hektaren Wald miterlebt und entscheidend mitgeprägt. Später übernahm er das Amt des Leiters Staatswald in Aarau und setzte sich weiter für die Interessen des Forstbetriebs ein. «In all seinen unterschiedlichen Funktionen hatte er immer eine klare Linie, dachte langfristig und handelte vorausschauend», betonte Küng.

Viel Überzeugungsarbeit

Röbi Häfner bezeichnete den Zusammenschluss der lokalen Forstbetriebe zum regionalen Betrieb als Erfolgsgeschichte. «Wir mussten damals viel Überzeugungsarbeit leisten und zitterten bis zuletzt, ob die Gemeindeversammlung Muri auch zustimmen würde», so Häfner. Schliesslich sei alles glatt gelaufen. «Ich glaube daran, dass sich der Forstbetrieb weiter verändern wird. Die Voraussetzungen dafür sind gut.» Grüsse, Gratulationen und Geschenke der Einwohnergemeinde Muri und der Betriebskommission überreichte Gemeinderätin Milly Stöckli.