Aristau
Wie Bauer Oehninger für seine Kühe zu einem neuen Stall kam

Eine neue, helle Halle und eine neue Holzschnitzelheizung: Die Aristauer Landwirte Willy und Samuel Oehninger haben an einem Tag der offenen Tür gezeigt, wie sie ihren Hof erneuert haben.

Eddy Schambron
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Samuel und Willy Oehninger freuen sich über ihre neue Halle, die ein rationelles Arbeiten ermöglicht und den Tieren beste Bedingungen bietet. ES

Samuel und Willy Oehninger freuen sich über ihre neue Halle, die ein rationelles Arbeiten ermöglicht und den Tieren beste Bedingungen bietet. ES

Eine neue, helle Halle und eine neue Holzschnitzelheizung: Die Aristauer Landwirte Willy und Samuel Oehninger haben an einem Tag der offenen Tür gezeigt, wie sie ihren Hof erneuert haben. «Mit Mutterkuhhaltung haben wir demnächst das 20-Jahr-Jubiläum», freut sich Samuel Oehninger, der den Hof vor zwei Jahren von seinem Vater übernommen hat und schon seit zehn Jahren führt. Vater und Sohn haben sich der Angus-Zucht verschrieben, verkauft werden die Tiere in die ganze Schweiz. Von ihren Angustieren sind Oehningers überzeugt: Sie eignen sich hervorragend für die Mutterkuhhaltung, Anguskühe geben viel Milch, wodurch das Kalb schnell heranwächst. «Anguskühe geniessen weltweit einen hervorragenden Ruf», sagt Samuel Oehninger, der auch im Vorstand
der Vereinigung Mutterkuh Schweiz sitzt.

Selber geplant

Mit der neuen Halle, in der gegenwärtig 70 Tiere untergebracht sind und bis 150 Platz finden würden, wird einerseits die Arbeit für Oehningers rationeller, anderseits finden die Tiere hervorragende Bedingungen. Die Halle ist hell und freundlich, die Tiere haben jederzeit Auslauf ins Freie und liegen auf Tiefstrohlager. In einem separaten Raum werden die Tiere zweimal im Jahr gewogen, hier können sie auch witterungsunabhängig gewaschen werden. Samuel Oehninger hat die Halle geplant und war auch Bauführer. «Ich habe viele Betriebe angeschaut, ich wollte eine für uns optimale, angepasste Lösung.» Nun ist er zufrieden, wenn auch noch ein paar Anpassungen gemacht werden müssen. Er hat Platz für seine Tiere, genügend Lager für den Hofdünger und beste Arbeitsbedingungen. Rechnet er seine Eigenleistungen mit ein, hat Oehninger rund 2 Millionen Franken investiert.

Mit Holzheizung

Dazu gehört auch eine moderne Holzschnitzelheizung. Die 65-kW-Anlage bezieht die Holzschnitzel aus einem Bunker mit 75 Kubikmeter Inhalt. Rund 100 Kubikmeter Holz werden pro Jahr für die Beheizung des Bauernhauses, des Stöcklis und des Behandlungsraumes in der Scheune benötigt. Damit die Anlage immer im optimalen Bereich betrieben werden kann, wird das Wasser eines 2000-Liter-Speichers aufgeheizt, von wo die Wärme bezogen wird.

Noch nicht verwirklicht, aber angedacht ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Viehhalle. Sobald die Einspeisevergütung ins Netz klar ist, will Samuel Oehninger das optimal ausgerichtete Dach mit Solarpanels ausstatten.