«Zukunft Mutschellen»

Widen schert aus – Fusion auf dem Mutschellen vorläufig geplatzt

Widen sagt Nein zum Fusionskredit. (Archiv)

Widen sagt Nein zum Fusionskredit. (Archiv)

Die Stimmbevölkerung von Widen hat am Montagabend den Kredit zur Prüfung der Fusion mit Berikon und Rudolfstetten-Friedlisberg abgelehnt. Die beiden anderen Gemeinden sagten Ja. Endgültig ist der Entscheid noch nicht – ein Referendum ist möglich.

Gibt es eine Fusion auf dem Mutschellen? Diese Frage musste am Montagabend in den drei Gemeinden Berikon, Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen beantwortet werden. An drei ausserordentlichen Gemeindeversammlungen berieten die Stimmberechtigten über Kredite von je 15'000 Franken für die Ausarbeitung eines Fusionsvertrages.

Den Gemeindeversammlungen vorausgegangen sind umfassende Abklärungen. Eine rund 100 Personen zählende Arbeitsgruppe aus allen drei Dörfern hat sich knapp zwei Jahre lang mit diesem Projekt befasst und die Vor- und Nachteile abgewogen. Am Montag nun konnte das Volk Stellung nehmen.

Magere Beteiligung

Die Beteiligung an den drei Versammlungem war, gemessen an der Bedeutung des Themas, nicht eben berauschend. In Berikon waren es mit 259 von 3117 Stimmberechtigten 8,3 %, in Rudolfstetten mit 260 von 2677 Stimmberechtigten 9,7 % und in Widen mit 253 von 2560 Stimmberechtigten 10 %.

In Berikon, wo engagiert, aber jederzeit sachlich und fair diskutiert wurde, war der Entscheid bereits nach einer Dreiviertelstunde gefallen. Mit 139 Ja zu 98 Nein stimmte die Versammlung für den Kredit von 15'000 Franken und damit für die Ausarbeitung eines Fusionsvertrages.

Auch in Rudolfstetten wurde intensiv und recht sachlich diskutiert. Hier dauerte die Versammlung eine halbe Stunde länger. Eine seltsame Figur machte der Gemeinderat: Ammann Josef Brem erklärte, es sei noch zu viel unklar, der Gemeinderat könne nicht hinter der Sache stehen. Das Stimmvolk jedoch konnte und sagte mit 198:53 Stimmen klar Ja zum Kredit und der Ausarbeitung des Fusionsvertrages.

Das Zünglein an der Waage spielte Widen. Kurz vor 21.30 Uhr war auch hier die Sache gelaufen, aber nicht im Sinne der Initianten. Mit 135:113 Stimmen sagte die Versammlung knapp Nein zur Vorlage. Wie in Berikon und Rudolfstetten wäre aber auch hier allenfalls ein Referendum möglich. (to)

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