Widen
Kampfwahl um den freien Gemeinderatssitz – so wollen die Kandidaten die Wähler überzeugen

Die Stimmberechtigten wählen in Widen am 7. März die Nachfolgerin oder den Nachfolger des zurücktretenden Gemeinderats Gabriel Lüthy (FDP). Zur Wahl treten Fabienne Rousselot (parteilos) und Marco Salm (GLP) an.

Marc Ribolla
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In Widen wird am 7. März der freie Gemeinderatssitz besetzt.

In Widen wird am 7. März der freie Gemeinderatssitz besetzt.

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Nach beinahe acht Jahren im Wider Gemeinderat gibt Gabriel Lüthy (FDP) per Ende März sein Amt vorzeitig auf. Am 7. März müssen die Stimmberechtigten deshalb seinen Sitz für den Rest der Amtsperiode bis Ende Jahr neu besetzen. Um diesen duellieren sich in einer Kampfwahl die beiden 40-jährigen Marco Salm (GLP) und Fabienne Rousselot (parteilos).

Beide sind auf dem Mutschellen verwurzelt und kennen sich sogar aus früheren Zeiten an der Bezirksschule. Ebenso sind sowohl Salm wie Rousselot verheiratet und Eltern von Kindern im Vorschul- respektive Schulalter.

Sportchef des FC Mutschellen gegen Mitglied der Theatergruppe Widen

Beruflich ist Salm seit rund zwei Jahren selbstständig als Immobilienmakler und Lizenznehmer der Remax Berikon tätig. Zuvor arbeitete der Betriebswirt knapp 20 Jahre bei einer Schweizer Grossbank. Rousselot ihrerseits ist seit 2015 Primarlehrerin in Berikon und war dies vorher auch in Oberwil-Lieli und Widen. Ausserdem ist sie Praxislehrperson der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Pädagogischen Hochschule in Zug.

Auch privat sind beide Gemeinderatskandidaten in der Region bekannt. Salm war beispielsweise bereits vier Jahre lang Präsident des FC Mutschellen, dessen Sportchef er nun seit 2016 ist. Rousselot ist seit über 20 Jahren Mitglied der Theatergruppe Widen und war Gründungsmitglied des Freizeitvereins Mutschellen.

Klassischer Wahlkampf mit Flyer – aber auch in den sozialen Medien präsent

Zu den Beweggründen der Kandidatur erklärt Marco Salm gegenüber der AZ: «Ich finde Gemeindepolitik spannend. Ich möchte im Dorf, das mir am Herzen liegt, ein offenes Ohr für die Bevölkerung haben. Und es motiviert mich, darauf basierend das Zusammenleben mitzugestalten und selber Einfluss nehmen zu können.»

Fabienne Rousselot (parteilos) möchte in den Gemeinderat Widen.

Fabienne Rousselot (parteilos) möchte in den Gemeinderat Widen.

zvg

Fabienne Rousselot ortet als eine der grossen Herausforderungen für den Gemeinderat die Integration der Schule in die Verwaltung, die nach der Abschaffung der Schulpflege ansteht. Sie meint:

«Da ich vielseitiges Wissen und zahlreiche Erfahrungen genau im Bereich Schulwesen mitbringe, reizt es mich, die Herausforderung anzunehmen.»

Im Wahlkampf setzen beide einerseits auf klassische Arten wie Flyer oder Wahlplakate. Andererseits sind sie auch in den sozialen Medien mit persönlichen Wahlseiten auf Facebook oder Videos auf Youtube präsent, um möglichst viele Wählerinnen und Wähler zu erreichen.

Weshalb sind Sie der ideale Gemeinderat?

Wenn zwei sich um einen Sitz balgen, stellt sich für den Souverän die Frage, weshalb man gerade diesen Kandidaten auf den Zettel schreiben soll. Weshalb sind Rousselot oder Salm die ideale Gemeinderätin beziehungsweise der ideale Gemeinderat für Widen?

Marco Salm (GLP) kandidiert für den Gemeinderat Widen.

Marco Salm (GLP) kandidiert für den Gemeinderat Widen.

zvg

Für Salm ist klar: «Ich habe ein breites Wissen und eine rasche Auffassungsgabe. Diese Attribute helfen mir, mich schnell in die vielfältigsten Themengebiete einarbeiten zu können. Ausserdem bin ich im Ort verankert und weiss, wie es ist, partnerschaftlich und weniger hierarchisch zusammenzuarbeiten.»

Rousselot erklärt dazu: «In Schulfragen bin ich kompetent und erfahren und kann somit den Gemeinderat in der Umsetzung dieser neuen Aufgaben bestens unterstützen. Ich bin sehr engagiert und für Neues stets offen und positiv eingestellt. In einem Team lösungsorientiert und konstruktiv zu arbeiten, liegt mir.»

Sollten sie gewählt werden, steht für sie auch schon fest, was sie im Wider Gemeinderat bewegen möchten. Marco Salm sagt:

«Ich möchte meinen Tatendrang und meine Dynamik einbringen und Neues anreissen, damit Widen eine moderne und lebenswerte Gemeinde bleibt.»

Ähnlich klingt es bei Fabienne Rousselot: «Die Lebensqualität in der Gemeinde sowie das Allgemeinwohl und die Einbindung aller Generationen in das politische Geschehen stehen für mich im Vordergrund.»

Einig sind sich beide, was eine der grössten Herausforderungen für Widen sein wird: Die Verkehrsplanung rund um die Mutscheller Kreuzung, die Handlungsbedarf erfordert.