Widen
«Das Dorf soll seine Wohnqualität bewahren» – die drei Gemeinderats-Kandidierenden stellten sich dem Volk

Die Gemeinderatskandidatin und die zwei -kandidaten des zweiten Wahlgangs in Widen sprachen an einer öffentlichen Podiumsveranstaltung über ihre politischen Ziele und wie sie die Gunst der Wählenden gewinnen möchten.

Walter Christen
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Sie bewerben sich für den fünften Sitz im Gemeinderat Widen: Urs Humbel (FDP), Barbara Moser-Näf und Christian Moser (beide parteilos, von links) am Wahlpodium.

Sie bewerben sich für den fünften Sitz im Gemeinderat Widen: Urs Humbel (FDP), Barbara Moser-Näf und Christian Moser (beide parteilos, von links) am Wahlpodium.

Walter Christen

Die Kandidatin und die beiden Kandidaten, die sich im zweiten Wahlgang vom 28. November für den fünften und letzten Gemeinderatssitz in Widen bewerben, sind sich einig: «Das Dorf soll auch in Zukunft für alle Generationen seine Wohnqualität bewahren.» Was sie als Mitglied der Exekutive dazu beitragen würden, legten sie an einer Podiumsveranstaltung dar, zu der 50 Bürgerinnen und Bürger zugelassen waren. Organisiert wurde der Anlass von den Parteien Die Grünen, Die Mitte und von der FDP.

Zu den Gesamterneuerungswahlen in den Gemeinderat Widen waren am 26. September insgesamt neun Bewerberinnen und Bewerber angetreten. Gemeinderätin Louisa Springer (Die Mitte) beteiligte sich nicht mehr an der Wahl. Alle vier Bisherigen, die erneut kandidierten, wurden vom Stimmvolk mit sehr gutem Resultat bestätigt. Ein Sitz blieb vakant. Um diesen bewerben sich im zweiten Wahlgang Barbara Moser-Näf (parteilos), Christian Moser (parteilos) und Urs Humbel (FDP). Die beiden Mosers sind übrigens nicht verwandt miteinander.

Am Wahlpodium stellten die Kandidatin und die Kandidaten ihre ambitionierten Ziele vor und zeigten auf, welche Akzente sie für die Gemeinde in der nächsten Legislatur von 2022 bis 2025 als Behördenmitglied setzen würden. Moderiert wurde die Veranstaltung in gekonnter Manier von Gabriel Lüthy, FDP-Grossrat und ehemaliger Gemeinderat in Widen.

«Ich interessiere mich für Sie» steht auf dem Wahlflyer von Gemeinderatskandidatin Barbara Moser-Näf. Für sie bedeutet diese Aussage, dass sie Gehör findet für die Anliegen der Menschen im Dorf und zwar für alle Altersgruppen, wie sie betonte. «Bewahren und Neues wagen» verspricht Christian Moser.

Er meint damit unter anderem die Bewahrung der hohen Lebensqualität in der Gemeinde. Zugleich zeigt er sich offen für kommende Herausforderungen. Er sei einer, der gerne Neues wage, aber auch Traditionen wahren möchte, sagt Urs Humbel von sich und stellt immer wieder fest:

«Widen ist für mich die Perle am Mutschellen.»

Fragen rund ums Alter sind ein grosses Thema

Die Kandidierenden sind sich einig: Fragen rund ums Alter und Älterwerden tauchen auch in Widen immer öfter auf. «Wohnformen im Alter sind ein grosses Thema und harren der Lösung» (Urs Humbel), «In rund zehn Jahren sind die Hälfte der Einwohner Widens über 65-jährig» (Barbara Moser-Näf) und «Die Entwicklung steht nicht still und verschiedene Angebote sollen geprüft werden.» (Christian Moser)

Moderator Gabriel Lüthy wollte von den Kandidierenden wissen, was aus ihrer Sicht in der Gemeinde besonders aktuell ist und bewältigt werden muss. «Die ganze Verkehrssituation mit der Mutschellenkreuzung beschäftigt mich, obschon der Knoten dort nicht auf unserem Gemeindegebiet liegt. Aber die Auswirkungen des Staus bekommen wir dafür umso mehr zu spüren», stellte Barbara Moser-Näf fest. Weitere Themen seien die erforderlichen Bauten für die Schule sowie die Entsorgung, wie sie sagte.

Nach Meinung von Urs Humbel könnte ein Tropfenzähler zur Verkehrssteuerung etwas Erleichterung bringen bezüglich des Kreuzungsverkehrs auf dem Mutschellen. Für Christian Moser steht fest: «Man kann nicht für alle Bereiche auf einmal eine Lösung treffen, sondern muss etappenweise vorgehen.» Er sei mit den Rahmenbedingungen vertraut, was das Bauwesen anbelange, stellte er fest.

Geteilte Meinungen zum Hallenbad Mutschellen

Wie sie zu den Bestrebungen für den Bau eines Hallenbades Mutschellen stehen, wollte Moderator Gabriel Lüthy von den drei Kandidierenden wissen. Dazu Urs Humbel: «Ich höre ihn wohl, den Ruf nach mehr Begegnungs- und Freizeitmöglichkeiten. Aber über das Hallenbad entscheidet am Schluss das Stimmvolk.» Christian Moser meinte: «Ein solcher Bau braucht die breite Unterstützung der Bevölkerung. Kosten und Nutzen sind gut abzuwägen.» Und Barbara Moser-Näf hielt fest:

«Ich stehe dem Hallenbad eher kritisch gegenüber. Denn in einigen umliegenden Gemeinden gibt es ja bereits Hallenbäder.»

Nachdem viele weitere Themen erörtert wurden, stellten sich Barbara Moser-Näf, Christian Moser und Urs Humbel den Fragen des Publikums und erhielten für ihre klaren Aussagen und Positionen zum Schluss viel Beifall.

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