Eggenwil

Wichtige Wegmarke: Wegkreuz steht neu unter Denkmalschutz

Das Wegkreuz beim Pflanzerbach an der Kantonsstrasse in Eggenwil steht jetzt unter kantonalem Denkmalschutz.

Das Wegkreuz beim Pflanzerbach an der Kantonsstrasse in Eggenwil steht jetzt unter kantonalem Denkmalschutz.

Der Legende nach wurde das Kreuz in Eggenwil für einen ermordeten Pfarrer errichtet.

Das Wegkreuz beim Pflanzerbach an der Kantonsstrasse zwischen Eggenwil und Bremgarten wurde bereits von Peter Felder im Buch «Die Kunstdenkmäler der Schweiz, der Bezirk Bremgarten», Basel 1967, gewürdigt. Nun steht es unter kantonalen Denkmalschutz, wie die Gemeinde in einer Mitteilung schreibt.

Wegmarke an historischer Wegverbindung

Den Antrag dazu hat die Gemeinde im April der Denkmalpflege Aargau gestellt. In ihrer Stellungnahme von Anfang Juli kam die Kommission für Denkmalpflege und Archäologie zum Schluss, dass das Wegkreuz eine wichtige Wegmarke an der historischen Wegverbindung von Bremgarten nach Eggenwil bildet und Teil einer vom Kloster Hermetschwil bestimmten Sakrallandschaft ist.

Darüber hinaus ist es ein wichtiges Zeugnis einer historischen und künstlerischen Situation. Schutzwürdigkeit und öffentliches Interesse an der Erhaltung sind als kumulative Voraussetzungen für ein Schutzobjekt gemäss Kulturgesetz gegeben. Folglich hat die Abteilung Kultur des Departements Bildung, Kultur und Sport mit Verfügung vom 9. September dem gemeinderätlichen Antrag stattgegeben und das Wegkreuz integral unter kantonalen Denkmalschutz gestellt. Damit geniesst das Baudenkmal den selben Schutzstatus wie das Eggenwiler Kirchenensemble mit Pfarrkirche, Pfarrhaus und Rebhüsli – dem kultur- und baugeschichtlichen Wahrzeichen der Gemeinde Eggenwil.

Der Legende nach wurde das Wegkreuz beim Pflanzerbach in Erinnerung an den im Jahre 1581 im Bibenlos ermordeten Priester Johann Gredinger errichtet. Das Kreuz datiert jedoch inschriftlich von 1698 und trägt das Wappen von Maria Anna Brunner (1655-1697). Die Glarner Ratsherrentochter amtierte 1688 bis 1697 als Äbtissin des Klosters Hermetschwil. Wegen ihrer zahlreichen Verdienste gilt Maria Anna Brunner als die bedeutendste Äbtissin des Klosters im 17. Jahrhundert. Ihre energischen, konsequenten Bestrebungen zielten auf die Emanzipation und Autonomie der Benediktinerinnenabtei. (az)

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