Traditions-Anlass

Wetter sorgt am Motocross Wohlen für Weihnachtsgefühle – der Eisverkäufer hatte es schwer

Spektakuläre Sprünge und Kurven am 64. Motocross Wohlen

Spektakuläre Sprünge und Kurven: Eindrücke vom Motocross Wohlen 2019.

Am zweiten Tag des 64. Motocross Wohlen herrschten in diesem Jahr Bedingungen, die den Speakern sonst hauptsächlich vom Weihnachtscross bekannt sind. «Aber wir befinden uns im April 2019, meine Damen und Herren», versicherten sie den Zuschauerinnen und Zuschauern über die Lautsprecher. Während am Sonntag grosse Schneeflocken vom Himmel fielen und der Eisverkäufer vergebens auf Kundschaft wartete, machten sich die Teilnehmer der Europameisterschaft Seitenwagen für ihre 15-minütige Proberunde bereit. Trotz erschwerter Bedingungen: Sie schienen die Situation gut im Griff zu haben. Mit waghalsigen Sprüngen und haarscharfen Kurven begeisterten sie ihr Publikum, das sich entlang der Absperrungen am Rand der Piste aufgestellt hatte.

Treues Publikum seit Kindesalter

Für das traditionelle Motocross Wohlen sind begeisterte Fans aus der ganzen Schweiz angereist. Für viele von ihnen ist ein Besuch auf den Rennpisten oberhalb des Schlosses Hilfikon schon lange zu einer Tradition geworden. So auch für Sämi Leutwiler aus Urdorf. Schon als Kind hat er zusammen mit seinem Vater jedes Jahr am Rand der Rennpiste mit den Teilnehmern mitgefiebert. Seit ein paar Jahren besucht er das traditionelle Motocross nun mit seinem eigenen Sohn, dem 5- jährigen Jeffrey. «Er war mit seinem Pamir schon dabei, als er noch im Kinderwagen lag», erzählte Leutwiler stolz.

Die Bilder des Motocross-Events:

Marcel Derrer aus Birmensdorf im Kanton Zürich sass am vergangenen Sonntag zwar auf den Zuschauerbänken, doch er weiss genau, wie sich die Teilnehmer auf ihren Motorrädern fühlten: «Ich bin selbst auch mal mitgefahren, aber das ist lange her – sicher 50 Jahre.» Jetzt erfreue er sich aber nur noch als Zuschauer an dem Anlass.

Zweite Chance nach Sturz

Kurz bevor es in die Mittagspause ging und ein Bagger die Pisten wieder auf Vordermann brachte, hiess es für viele noch einmal: Den Pamir montieren. Mit lautem Gedröhn starteten die 47 Teilnehmer der Kategorie FMS Swiss MX 2 gemeinsam ihren ersten Lauf. Nach dem Startsignal schossen sie als grosse Gruppe aus dem Startbereich hervor. Doch schnell lichtete sich das Gedränge und die Fahrzeuge verteilten sich auf der Piste. Nacheinander flogen sie in den folgenden 20 Minuten über die Hügel und jagten sich über die nasse Erde. Leider ist der erste Lauf nicht allen geglückt. Nach kurzen Startschwierigkeiten und einem Unfall ganz zu Beginn der Runde sind die ersten Teilnehmer bereits ausgeschieden. Sie durften noch auf ein besseres Gelingen im zweiten Durchlauf am Nachmittag hoffen.

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