Bevor Geld aus der Million Franken fliesst, die Franz Käppeli den Geltwilerinnen und Geltwiler für die Förderung von erneuerbarer Energie geschenkt hat, müssen die Rahmenbedingungen geschaffen sein. Das hält der Gemeinderat in seinen Mitteilungen fest. Bereits sind einige Anfragen, aber noch keine konkreten Gesuche auf der Gemeindekanzlei eingetroffen, wie Gemeindeammann Urs Hornecker erklärt. «Die Geltwilerinnen und Geltwiler freuen sich sehr über dieses Geschenk.» Gegenüber Radio Argovia stellte Gemeindeschreiberin Susanne Zemp fest, dass in der Bevölkerung «eine gewisse Spannung besteht, was wird unterstützt und wie wird es unterstützt.»

Für Franz Käppeli soll das Verfahren einfach und effizient sein: «Interessenten stellen ein Gesuch um Förderbeiträge an den Gemeinderat. Dieser leitet es an uns weiter und ein Fachgremium prüft die Eingabe.» Für die Gemeinde resultiere daraus keine grosse Mehrarbeit. Das hatte dem Gemeinderat zuerst Kopfzerbrechen bereitet. Die Festlegung der Rahmenbedingungen bedürfe rechtlicher und fachlicher Abklärungen, welche noch einige Zeit in Anspruch nehmen, hielt er fest. Es könnten zum jetzigen Zeitpunkt noch keine verbindlichen Auskünfte erteilt werden. Mit dem Ansatz von Käppeli, über ein Fachgremium Förderbeiträge zu sprechen, entfällt diese Sorge.

In erster Linie geht es darum, die für den Umstieg auf erneuerbare Energie höheren Investitionskosten für den Hausbesitzer zu tragen. «Mit unserem Beitrag senken wir die im Vergleich zu konventioneller Energie höheren Investitionskosten», sagt Käppeli. Um Beiträge beispielsweise für die Erstellung einer Fotovoltaikanlage zu erhalten, müssen neben dem Gesuch zwei Offerten eingereicht werden. In der Wahl des Handwerkers ist der Hausbesitzer frei. Zudem könnten Interessentinnen und Interessenten auch von einer kostenlosen Energieberatung profitieren.

Ideale Voraussetzungen

In einer Sendung von Radio Argovia erklärte Käppeli im Zusammenhang mit der Energiewende: «Geltwil hat die Voraussetzungen, so einen Umstieg realistisch in Angriff zu nehmen. Aber das muss man heute machen, damit wir dann, wenn es nötig ist, keine kalten Füsse haben.» Nach seinen Vorstellungen sollen sich die Leute motiviert entschliessen, diese Möglichkeit zum Umstieg auf erneuerbare Energie zu nutzen. «Der Reihe nach» soll das Geld an die Investoren ausbezahlt werden. Damit entstehe ein gewisser Druck, auch wirklich vorwärts zu machen. «Es sollen jene profitieren, denen es mit dem Umstieg und mit dem Sparen von Strom auch wirklich ernst ist», unterstreicht er. (es)