Muri

Wer in diesem Laden einkauft, bekommt gleich noch mehr Lust auf Regionales

Verleihung des Energiepreises 2016 an die Chäsi Wey in Muri: Milly Stöckli, Vizepräsidentin, Muri, Lisbeth Hoppler, Leiterin Chäsi Wey, Hanspeter Müller, Präsident der Käsereigenossenschaft Muri, und Stefan Staubli, Präsident Muri Energie Forum (von links). Eddy Schambron

Verleihung des Energiepreises 2016 an die Chäsi Wey in Muri: Milly Stöckli, Vizepräsidentin, Muri, Lisbeth Hoppler, Leiterin Chäsi Wey, Hanspeter Müller, Präsident der Käsereigenossenschaft Muri, und Stefan Staubli, Präsident Muri Energie Forum (von links). Eddy Schambron

Chäsi Wey erhält den Energiepreis 2016, weil sie einheimische Lebensmittel ressourcenschonend vermarktet.

Einheimische Lebensmittel regional verkaufen, das spart dank kurzen Transportwegen Energie, reduziert den Verpackungsmüll, bietet grösstmögliche Frische und hat Vorbildcharakter. Genau deshalb hat die Chäsi Wey Muri an der Marktstrasse den Energiepreis 2016, ausgerichtet von der Gemeinde Muri und dem Muri Energie Forum, erhalten.

«Die regionale Vermarktung einheimischer Lebensmittel ist ein wichtiger Beitrag zur Schonung der Ressourcen», unterstrich Stefan Staubli, Präsident von Muri Energie Forum, an der Preisverleihung.

Die Auszeichnung, dotiert mit 2000 Franken, wurde zum fünften Mal vergeben. Mit der Vergabe soll auf gute und gelungene Beispiele aus verschiedenen Bereichen aufmerksam gemacht werden, etwa Steigerung der Energieeffizienz, Energieeinsparungen, Anwendung und Produktion von erneuerbarer Energie, industrielle Prozesstechnik, Mobilitätskonzepte oder eben Ressourcenschonung.

Die Chäsi Wey in Muri kauft möglichst viel von regionalen Produzenten ab. «Wir wählen unsere täglichen Lieferanten selber aus», sagte Teamleiterin Lisbeth Hoppler. Durch den täglichen Kundenkontakt weiss sie, was gefragt ist, und trägt dem saisonalen Angebot besonders Rechnung.

Die Produkte werden im Laden nicht nur in einer grossen Vielfalt und besonderer Frische angeboten, sondern auch fantasievoll und schön präsentiert. «Unglaublich vielfältig» ist das Käsesortiment, wie Muris Vizepräsidentin Milly Stöckli bewundernd feststellte. «Das ist für Muri ein einzigartiger Laden.»

Davon war auch die Jury überzeugt. «Neben den Vorteilen beim kurzen Transport der Lebensmittel ist der Verkauf in der Chäsi Wey auch für die Kundinnen und Kunden sehr wertvoll», erklärte Staubli.

«Kurze Distanzen, die gut zu Fuss oder mit dem Velo machbar sind, wirken sich auch aus Sicht der Mobilitätsprobleme vorteilhaft aus. Mit kleinen Portionen und einem offenen Verkauf der Lebensmittel wird zudem ein wichtiger Beitrag gegen die Verschwendung von Lebensmitteln geleistet.»

Plattform für Produzenten

Besitzerin des Ladens ist die Käsereigenossenschaft Muri-Wey. Deren Präsident, Hanspeter Müller, freute sich über den Preis. Der Laden sei einerseits eine wichtige Plattform für den Produkteverkauf der Genossenschafter, andererseits eine Bereicherung des Dorfes. «Unser Laden bietet alle Grundnahrungsmittel und Grundprodukte, befriedigt auch die Ansprüche von Gourmets und lädt zum Verweilen ein.» Das alles sei das Verdienst von Lisbeth Hoppler und ihren motivierten Leuten im Verkauf. «Sie geben dem Laden ein freundliches Gesicht. Ohne sie wäre diese Auszeichnung nicht möglich gewesen.»

Laden seit 1958

Die Käsereigenossenschaft Muri Wey ist bereits 1883 entstanden. Ein Käsereiladen wurde ab 1958 geführt. Damals wie heute wurden und werden im Laden neben Käse auch Produkte aus der Region, insbesondere auch aus dem Anbau der Genossenschafter, angeboten. Mit der Kündigung des Käseverkaufvertrags 2003 wurde die eigene Herstellung von Emmentalerkäse aufgegeben. Die acht Genossenschaftsmitglieder entschlossen sich, die Fabrikationsräume umzunutzen und den bestehenden Laden zum heutigen Spezialitätengeschäft für Lebensmittel zu erweitern. «Wir sind stolz, einen Beitrag an eine gesunde Umwelt zu leisten», sagte Müller weiter.

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