Die Götter Hephaistos, Thor und Vulcanus, Schutzpatrone der Schmiede, haben am Samstag mit Stolz auf das Museum «Zwischen Pflug und Korn» in Muri geschaut. Dort liess man das Schmiede-Handwerk aufleben und brachte es einer Vielzahl interessierter Zuschauerinnen und Zuschauer näher.

Unter anderem zeigte ein Militärhufschmid, wie man ein Pferd richtig beschlägt, damit der eiserne Schuh sitzt und nicht drückt. Das benötigte Stück Eisen wurde in einer alten Feldesse zum Glühen gebracht und formbar gemacht.

Alte Handwerksberufe in Erinnerung behalten

In der Kunstschmiede von Richard Erni, unweit des Museums, erlebten die Besucher anschliessend, wie man aus Eisen Kunst macht. Sie durften gleich selbst Hand anlegen und mit dem Hammer ein Stück Eisen auf dem Amboss bearbeiten. Das liess sich auch Museums-Vereinspräsident Ueli Ineichen nicht nehmen und zeigte – sogar linkshändig –, dass es für ihn nicht das erste Mal war, dass er ein Stück Eisen in die gewünschte Form gebracht hat.

Seit der Eröffnung des Museums vor fünf Jahren verfolgt der Verein das Ziel, in Vergessenheit geratene alte Handwerksberufe der Bevölkerung wieder näher zu bringen und deren Bedeutung und Einfluss bis in die heutige Zeit sichtbar zu machen. Mitinitiator Ineichen erklärte: «Es ist unser Ziel, in diesem Bauernmuseum aufzuzeigen, wie umfangreich und vielfältig die handwerklichen Berufe rund um die Landwirtschaft sind, die Themenfelder sind fast unerschöpflich. Wir hatten schon Ausstellungen zu Themen wie Korn und Getreide, Holzbearbeitung und Flachs.» Im nächsten Jahr wird die Industrialisierung rund um die Landwirtschaft im Fokus der Aktivitäten des Murianer Museums stehen.