Gegründet wurde die Theatergruppe vor 24 Jahren in Ottenbach unter dem Namen Laienbühne Ottenbach. «Zum Ortswechsel nach Hermetschwil-Staffeln kam es, weil wir während der vielen Jahre in Ottenbach nie richtig Fuss fassen konnten», sagt Manuela Zahnd, die Präsidentin der Gruppe. In Hermetschwil-Staffeln seien sie mit offenen Armen empfangen worden und schon nach zwei Jahren optimal ins Dorfgeschehen integriert gewesen, betont Zahnd.

Im Rahmen des 850-Jahr-Jubiläums der Gemeinde findet am 19. März eine Vorstellung ausschliesslich für die Dorfbevölkerung statt. Das passt bestens, denn die meisten Darsteller wohnen in der Region um Hermetschwil.

Werbung in Nachbardörfern

Die Theatergruppe Bühne 3 besteht ausschliesslich aus Laiendarstellern. Der Name Bühne 3 stammt vom dritten Neustart in der Geschichte des Vereins. Dank den vielen Aktivmitgliedern braucht der Verein bei den Auftritten nur wenige aussenstehende Leute für die kulinarische Versorgung der Zuschauer.

Trotzdem wäre auch dieses Theater nicht durchführbar ohne die Unterstützung diverser Sponsoren aus der Region, wenn man damit auch nur die Kosten für die Herstellung der Programme decken muss. Diese Programme wurden in den Dörfern Besenbüren, Boswil, Bünzen und natürlich Hermetschwil-Staffeln verteilt. Des Weiteren schrieb man alle Passivmitglieder und auch jahrelange Fans aus vergangenen Zeiten an, um sie zum diesjährigen Theater «Laras Plan» einzuladen.

Willi Bär führt Regie

«Laras Plan» ist eine Kriminalkomödie in vier Akten von Claudia Gysel unter der Regie von Willi Bär. Der Regisseur Willi Bär und Vereinsmitglieder haben sich mehrere Stücke angeschaut, ehe sie sich für diese Krimikomödie entschieden.

In «Laras Plan» geht es um einen reichen älteren Mann, der zusammen mit seiner Schwester und seiner Ex-Frau in einer Villa lebt. Hinzu kommen viele spezielle und klischeehafte Charaktere, die das Zusammenleben aufmischen. Plötzlich kommt der reiche, betagte Mann mit einer jungen, hübschen Dame aus den Ferien zurück, wo die beiden angeblich bereits geheiratet haben sollen. Die bisherigen Frauen an der Seite des Reichen sehen ihre Chancen auf das beträchtliche Erbe des Alten entschwinden. Die Ereignisse überschlagen sich, bis schliesslich ein tollpatschiger Notar die Sache auf eigene Art und Weise zu bereinigen versucht.

Langsam kommt Nervosität auf

Die Theaterproben sind in vollem Gange. So kurz vor den ersten Auftritten kommen langsam Hektik und Nervosität auf, die teilweise durch kleine Unkonzentriertheiten begleitet werden. Einer der Darsteller ist so stark erkrankt, dass er nur eine Woche vor der Premiere ersetzt werden musste. Der «Neue» hat jedoch diese Rolle bereits einmal bei einer anderen Theatergruppe gespielt, und deshalb dürfte sein kurzfristiger Einsatz kein grösseres Problem darstellen.

Die Premiere des Kriminalstücks findet morgen Samstag, 12. März, um 20 Uhr im Gemeindesaal in Hermetschwil-Staffeln statt. Die weiteren Vorstellungen sind schon beinahe ausverkauft. Nur für die Vorführung vom Freitag, 25. März, um 20 Uhr sowie für die Premiere hat es noch ein paar wenige Tickets. Auch dieser Plan ging also bisher praktisch perfekt auf. (AK)