Bei den Themen, die am Landammann-Stammtisch mit Alex Hürzeler im Restaurant Strebel in Geltwil zur Sprache kamen, standen naturgemäss jene aus dem Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) im Vordergrund.

Was tut der Kanton für den Leistungssport? Direkt nicht viel, räumte der Regierungsrat ein, denn das ist Bundessache. Aber der Kanton hilft mit, gute Infrastruktur bereitzustellen. «Der Breitensport braucht die Leistungssportler als Vorbilder», sagte Hürzeler. Der Leistungssport sei aber ebenso auf den Breitensport, aus welchem Talente hervorgehen, angewiesen.

Gemeinden haben lange gewartet

Auch wenn es so aussehe, dass mit dem neuen Schulsystem 6/3 mehr Schulraum benötigt werde, gehe nur ein Sechstel des neuen Raumbedarfs auf die Systemänderung zurück.

«Fünf Sechstel sind auf neue Angebote wie integrativen Schulunterricht oder Frühenglisch und darauf zurückzuführen, dass Gemeinden aus Unsicherheit, was gehen wird, lange mit der Schulraumplanung zugewartet haben», führte Hürzeler aus.

Tatsache sei nämlich, dass trotz Bevölkerungswachstum im Aargau die Schülerzahlen in den letzten Jahren zurückgegangen seien.

Kein Steuergeld für Stammtische

Politik gehört zur und in die Dorfbeiz. Davon ist Gerhard Keller von Gastro Aargau, selber Wirt, überzeugt. Deshalb war und ist Gastro Aargau mitbeteiligt an den Landammann-Stammtischen.

Im «Strebel» gab es für Gäste nicht nur Getränke, sondern auch eine Portion Älplermagronen – auf Kosten von Gastro Aargau. «Die Landammann-Stammtische kosten den Steuerzahler also keinen Rappen», lachte Keller.

Seine Ansicht, dass es sich lohnt, das traditionelle Dorfrestaurant zu erhalten und zu fördern, wird von Hürzeler unterstützt: «Wenn die Dorfbeiz mit ihrem Stammtisch verschwindet, verliert ein Dorf sehr viel», meinte er.