Muri Energie Forum
Weniger Fleisch für mehr Energie – «wir Jungen sind besonders gefordert»

Linus Staubli und Oliver Däpp aus Muri erzählen, wie sie mit ihrem Essverhalten aktiv zur Energiewende beitragen. Ziel der Serie des Muri Energie Forum ist es, aufzuzeigen, dass Energiesparen nicht nur sinnvoll ist, sondern auch Freude bereiten kann.

Melanie Burgener
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Oliver Däpp (links) und Linus Staubli sind Teil der Videoserie «Energiewende – Ich bin dabei!» vom Muri Energie Forum.

Oliver Däpp (links) und Linus Staubli sind Teil der Videoserie «Energiewende – Ich bin dabei!» vom Muri Energie Forum.

zvg

Das Haus energetisch aufrüsten, den eigenen Strom ökologisch produzieren, in sparsame Küchengeräte investieren, in den Zug statt ins Flugzeug steigen. Energiesparen funktioniert auf ganz unterschiedliche Weisen. Häufig beginnen wirkungsvolle Taten für die Umwelt aber bereits mit kleinen Veränderungen der alltäglichen Routine – und das, ohne viel Aufwand und vor allem ohne Verzicht.

Regionale Produkte und nur noch selten Fleisch

Wie einfach das umzusetzen ist, zeigen die beiden Murianer Linus Staubli und Oliver Däpp im neusten Video der Serie «Energiewende – Ich bin dabei!» vom Muri Energie Forum. «Ich glaube, dass wir dreimal am Tag mit der Gabel entscheiden können, was für einen Beitrag wir leisten. Und, dass das eine sehr grosse Auswirkung hat», erklärt Däpp im Video.

Aus dieser Überzeugung haben die beiden Freunde ihr eigenes Essverhalten überdacht und umgestellt. Fleisch kommt nur noch selten bis gar nicht mehr auf den Teller, alle anderen Lebensmittel kaufen sie der Saison angepasst und möglichst regional ein.

Grund für diesen Wandel sei die äusserst ressourcenintensive Produktion von Fleisch und Milchprodukten. So wird beispielsweise rund ein Drittel der konsumbedingten Umweltbelastung in Europa durch das Essen verursacht, wie das Energieforum auf seiner Website informiert. Wenn die Produkte zusätzlich noch von weither in die Schweiz transportiert würden, sei die Umweltbelastung sogar noch grösser.

«Es wird Zeit, dass wir uns längerfristig Gedanken machen, wie wir leben wollen, gerade in Bezug auf die Energiewende und auf unser Essverhalten. Und da sind wir Jungen besonders gefordert», ist Oliver Däpp überzeugt.

Auch ohne Tiere fit und leistungsfähig

Mit Verzicht hat diese Umstellung ihres Essverhaltens für beide nichts zu tun. Staubli bestätigt im kurzen Film, dass er sich bei der körperlichen Arbeit, die er als Forstwart täglich verrichtet, auch ohne Fleisch fit und leistungsfähig fühlt. «Ich kann nicht bestätigen, dass das fleischlose Essen mir die Energie nimmt», erzählt er.

Bereits das dritte Video der Serie

Zu den Videos gibt das Muri Energie Forum auf seiner Website auch ein paar Tipps für ein energieneutrales Essverhalten. Beispielsweise könne man ein paar fleischlose oder gar vegane Tage in der Woche einplanen, neue Lebensmittel wie Hülsenfrüchte und Gemüsesorten ausprobieren oder ganz einfach seine Lebensmittel saisonal und aus der Region kaufen und auch beim Fleisch auf einen bewussten Konsum aus biologischer Produktion achten.

Fotovoltaikanlage und Holzpellet-Heizung

Das Video von Oliver Däpp und Linus Staubli ist bereits das dritte der Serie, in der interessante Persönlichkeiten aus der Region Muri vorgestellt werden, die für sich entschieden haben, das Thema Energiewende anzupacken. Teil dieser Reihe waren bereits Walter Niethammer, der seine Fotovoltaikanlage vorstellt, und Ruth und Balz Käppeli mit ihrer Holzpellet-Heizung. Ziel der Serie ist es, aufzuzeigen, dass Energiesparen nicht nur sinnvoll ist, sondern auch Freude bereiten kann.

Videos und weitere Infos unter www.murienergieforum.ch.