Widen
Weniger Bauland im Gebiet Rebberg wegen Aufzonungen

Seit Montag liegt die Gesamtrevision Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland öffentlich auf. Über die Detailplanung informierte der Gemeinderat an einer Infoveranstaltung im letzten August.

Erna Lang-Jonsdottir
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Vreni Meuwly (l.), Peter Gassner (Planungskommission) und Barbara Gloor freuen sich über die Planung.

Vreni Meuwly (l.), Peter Gassner (Planungskommission) und Barbara Gloor freuen sich über die Planung.

AZ

Gleichzeitig rief er damals zum Mitwirkungsverfahren auf, das rege von der Bevölkerung genutzt wurde. «41 Mitwirkungsbeiträge gingen bei uns ein», erklärt Vreni Meuwly, Gemeindeammann von Widen.

Teilweise berücksichtigt wurde der Wunsch nach einer stärkeren Siedlungsverdichtung sowie der Wunsch, auf Einzonungen zu verzichten. Konkret: In den Gebieten Rebberg und «in der Rüti» sowie an der Bremgarten- und an der Bellikonerstrasse soll höher und dichter gebaut werden. Und: Die Einzonung am Rebberg wurde von 1,5 Hektaren auf 1 Hektare reduziert. Mit diesen Massnahmen will der Gemeinderat Wohnraum für 500 bis 600 Neuzuzüger schaffen.

Einzonungen sind unumgänglich

«Der Bedarf an Siedlungsfläche kann nicht nur durch bestehende Baulandreserven oder stärkere Verdichtung gedeckt werden», begründet Meuwly die Einzonungen in den Gebieten Rebberg, Heinrüti und Kürzi. «Aufgrund der Mitwirkungseingaben wurde das Gebiet Rebberg nochmals eingehend geprüft», fügt Raumplanerin Barbara Gloor von der Firma Metron AG hinzu. Um eine kompakte Siedlungserweiterung zu erhalten, sei die Einzonung entlang der Wolfeggstrasse auf rund 1 Hektare verkleinert worden. Damit sei eine Reduktion der Einzonung gegenüber der öffentlichen Auflage der Mitwirkung erfolgt, betont sie.

Insgesamt umfassen die Einzonungen eine Fläche von rund 2,7 Hektaren. «In diesen Gebieten rechnen wir mit einem Bevölkerungszuwachs von 130 bis 150 Personen», erklärt Meuwly. Damit die zukünftigen Überbauungen architektonisch auf die bauliche und landschaftliche Umgebung sowie wie auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abgestimmt werden kann, sollen besondere Vorschriften gelten.

Aufzonungen im Rebberg

Nebst der Siedlungsentwicklung mit Einzonungen sieht der Gemeinderat weitere Massnahmen vor: Mit der sogenannten inneren Siedlungsentwicklung strebt er eine Aufzonung in den Gebieten Rebberg (von W1 auf W2) und «in der Rüti» (von W2 auf W3) sowie an der Bremgarten- und Bellikonerstrasse (von Dorf- in Zentrumszone) an. Durch das höhere und dichtere Bauen soll die Bevölkerung um rund 260 Personen wachsen können. Des Weiteren verfügt die Gemeinde ohne Neueinzonungen über eine Baulandreserve von 4,9 Hektaren. Dort wird mit einem Zuwachs von 190 Personen gerechnet. Ein grosses Anliegen der Gemeinde sei auch der Erhalt und Ausbau der einzigartigen Landschaftselemente und Erholungsräume, betont Meuwly.