Villmergen
Weltrekord oder nicht? 500 «Proschter» warten auf den Entscheid aus London

Das «Proschtfäscht» in Villmergen war ein Erfolg, ob der angestrebte Weltrekord auch anerkannt wird, ist jedoch unklar. Rund vier Wochen müssen die 500 Besucherinnen und Besucher auf den Entscheid aus London warten.

Bianca Costa
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500 Leute besuchten das Proschtfäscht
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Die «Prostcheques» mussten gefüllt werden ...
... und wurden dann in der Urne gesammelt.

500 Leute besuchten das Proschtfäscht

Bianca Costa

Es wurde geprostet, als ginge es um den Weltmeistertitel. Zwar erhofften sich die rund 500 Besucherinnen und Besucher des Villmerger «Proschtfäscht» am Samstag keinen Weltmeistertitel, sehr wohl aber einen Weltrekord - denjenigen im Prosten.

Ob der Rekord angenommen wird und im Guinness-Buch der Rekorde erscheinen wird, ist noch offen. Der Entscheid soll bis in rund vier Wochen direkt in London gefällt werden.

Es hätte auch ein Weltrekord der guten Laune sein können. Das «Proschtfäscht» überzeugte mit einer einzigartigen Stimmung. Durch den Weltrekordversuch kamen die Besucher auf eine unkomplizierte Art und Weise miteinander in Kontakt.

Gross und Klein prosteten sich mit allerlei Getränken zu und sammelten fleissig Prostkleber. Stets das Ziel vor Augen, einen Weltrekord nach Villmergen zu bringen. Einen «sozialen Weltrekord», wie Matthias Walti vom Club der Hopfenfreunde schmunzelnd sagte.

«Proschtcheques» zur Auswertung

Bereits am Tag zuvor konnten sich die Villmerger auf die grosse Prosterei einstimmen und für den Weltrekord üben. Ab fünf Uhr abends war das Festareal eröffnet.

Der offizielle Teil begann am Samstag um 19 Uhr. Jeder, der am Weltrekordversuch teilnehmen wollte, musste sich mit Vor- und Nachnamen registrieren und erhielt daraufhin seinen «Proschtcheque». Um 20 Uhr schliesslich begann dann das grosse Prosten.

Zwei Stunden hatten die Villmerger Zeit, den Rekord aufzustellen. Ausgewertet wurden die Prosts anhand der Prostkleber, die beim Anstossen ausgetauscht wurden.

Jeweils einer klebte dem anderen seine «Proschternummer», die er bei der Registration erhalten hatte, auf den «Prostcheque». Volle Cheques wurden in die Urne gesteckt und am Ende des Festes ausgezählt.

Ein Fest, um sich kennen zu lernen

Nebst dem Aufstellen eines Weltrekords sei vor allem das Fest im Vordergrund gestanden, sagt Matthias Walti vom Club der Hopfenfreunde.

Alle fünf Jahre organisiert der Club ein Fest und bringt Ehemalige, Alteingesessene und Neuzuzüger zusammen. Und das kommt offenbar an: «Wir freuen uns darauf, heute neue Kontakte zu knüpfen», äusserten sich Gerd und Brigitta Illner, die vor drei Jahren nach Villmergen zogen und bereits kurz nach sieben Uhr mit einem «Proschtcheque» ausgerüstet waren, im Vorfeld.

Da es bisher noch keinen Weltrekordversuch im Prosten gibt, galt jedes Prost als Erfolg. Und eines ist sicher: Sollte der Weltrekord ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen werden, werde es sicherlich noch ein weiteres Fest geben, sagt Walti.

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