Oberes Freiamt
Weitsichtige Lösungen im Blick: Womit sich der Regionalverband alles beschäftigt

Der Regionalverband Oberes Freiamt befasst sich längst nicht mehr nur mit Raumplanung. Die fünf Kommissionen widmen sich Themen wie Hochwasser, Hausärztemangel oder auch öV-Pannen.

Eddy Schambron
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Die Bauarbeiten für die Aushubdeponie Babilon in Dietwil haben begonnen. Hier soll ab schon bald sauberes Aushubmaterial abgelagert werden.

Die Bauarbeiten für die Aushubdeponie Babilon in Dietwil haben begonnen. Hier soll ab schon bald sauberes Aushubmaterial abgelagert werden.

Eddy Schambron

Die Aufgaben des Regionalplanungsverbandes Oberes Freiamt beschränken sich schon länger nicht mehr nur auf die Raumplanung. «Aufgabe der Repla ist es, die verschiedenen Interessen der Gemeinden und der Region im Bereich von Raumplanung, Wirtschaft, Landschaftsschutz, Gesundheit und dem Verkehr zu koordinieren und weitsichtige Lösungen anzustreben», halten Präsident Pius Wiss und Geschäftsführer Bruno Sidler im Jahresbericht fest. Die Abgeordnetenversammlung findet am 7. März in Oberrüti statt.

Hauptthemen im Vorstand waren letztes Jahr das Regionale Raumkonzept (RRK) und die verschiedenen Entscheidungen in den Themen, welche in den Kommissionen bearbeitet wurden. Mit der präzisen räumlichen Setzung regional abgestimmter Nutzungen und Entwicklungsschwerpunkte legt das RRK 2040 (AZ vom 10. März) die Leitplanken für eine zukunftsorientierte Entwicklung.

Mit der Definition von Handlungsfeldern und Koordinationsaufgaben mit entsprechenden Zeithorizonten könne die Umsetzung wichtiger Projekte schrittweise und priorisiert angegangen werden. Weiter wurde 2017 die Planung für das Hochwasserprojekt Reuss definitiv gestartet; erste Resultate sollen dieses Jahr vorliegen.

Mit Computermodellen werden verschiedene Szenarien modelliert und auf ihre Auswirkungen überprüft. Die Region und die Betroffenen sind über eine Begleitkommission in das Projekt involviert. Schliesslich wurde mit den Bauarbeiten für die Aushubdeponie Babilon in Dietwil begonnen. Dieses Jahr soll mit dem Deponieren von sauberem Aushubmaterial begonnen werden, wie im Jahresbericht festgehalten wird.

Fünf Kommissionen

Die verschiedenen Kommissionen legen der Abgeordnetenversammlung ebenfalls ihre Jahresberichte vor. Die Kommission öV und die Fahrplangruppe sind nicht mit allem zufrieden. «Unsere im Hinblick auf die Eröffnung der Neat am Gotthard im letzten Jahr gestellten Begehren waren erfolglos», wird etwa festgehalten.

Oder: «Im langjährigen Kampf um schnelle Verbindungen für das Freiamt können nur wenige Erfolge gemeldet werden.» Trotzdem sind die Erfahrungen mit dem Fahrplan 2017, mit Ausnahme der Pannenanfälligkeit bei den SBB und den dadurch entstehenden Verspätungen, gut, schreiben René Fasel und Fredy Zobrist.

Die Fachgruppe Alter und Gesundheit nahm sich unter anderem dem Hausärztemangel in der Region an. Im Berichtsjahr sind zwei Gruppenpraxen in der Region geschlossen worden. «Es wurde beim Kanton interveniert und gefordert, den Zulassungsstopp und die Selbstdispensation als Ausnahmebewilligung für den Bezirk Muri zu gewähren, hält Hans-Peter Budmiger fest.

Allerdings auch: «Der Erfolg blieb aus, Ideen sind weiterhin gefragt». Die Wirtschaftskommission befasste sich unter anderem mit drei potenziellen Arealen, die in Zusammenarbeit mit der Standortförderung weiterentwickelt werden sollen und machte sich für die Vernetzung einheimischer Industrieunternehmen und Gewerbetreibende stark, hält Heinz Nater fest.

Die Landschaftskommission unter dem Präsidium von Stefan Balmer wiederum führte Gemeindegespräche mit Sins, Oberrüti und Dietwil. «Die guten Gespräche mit den Gemeinden ergaben viele Anregungen und Ideen.»