Am Rebebänkli in Wohlen legt der Gemeinnützige Ortsverein Wohlen (GOV) zusammen mit Gleichgesinnten einen neuen Rebberg an. Die Idee kommt bei der Bevölkerung gut an. Bereits 50 Personen wollen Patin oder Pate des Rebbergs werden. Damit unterstützen sie das Projekt mit einem Mindestbeitrag von 200 Franken. Das teilte GOV-Präsident Peter Isler an der 126. Mitgliederversammlung mit. «Wir haben uns das Ziel gesetzt, hundert Patenschaften zu gewinnen», sagte er. Das erreiche der Vorstand locker.

Weinbau vor den Kartoffeln

Mit dem Rebberg bringe der GOV ein Stück Wohler Geschichte und Kulturgut zurück, meinte Isler. «Die Wohler betrieben schon Rebbau, bevor sie die Kartoffeln kannten.» In den besten Jahren hätten die Wohler Bauern bis zu 150 000 Liter Wein gekeltert. Er garantiere dafür, dass am Rebebänkli ein guter Weisswein und kein «suure Ranzechlämmer» gedeihen werde. In vier Jahren wird die erste Ernte erwartet. Angepflanzt werden die Rebstöcke im nächsten Monat. Auch der Urwohler Roland Meyer, bekannt unter dem Übernamen «Guggibaron», kam zu Wort. Er sagte, dass sein täglicher Spaziergang am Rebebänkli vorbeiführe. Er finde die Idee des GOV gut.

Isler gab weiter bekannt, dass im Kindergarten Reithalleweg die Fenster auf der Südseite energetisch saniert worden seien. Als Stockwerkeigentümer muss sich der GOV am Sanierungsprojekt der Wohnüberbauung am Bollmoosweg beteiligen. Die Kosten belaufen sich auf 41 000 Franken. Der Rückbau der Altlasten und der Abbruch des Kindergartenpavillons an der Pilatusstrasse belastet die GOV-Rechnung mit über 15 000 Franken. Für Unterhalt und Reparaturen beim Kinderhort Peter Dreifuss gab der GOV letztes Jahr 8000 Franken aus.

Sozialer Hintergrund

Die Aufgabenhilfe nehmen laut der Leiterin Annelies Hochstrasser zwischen 100 und 110 Kinder in Anspruch. Die Nachfrage bei den Oberstufenschülern sei momentan jedoch rückläufig. Die Aufgabenhilfe habe Konkurrenz durch andere Anbieter erhalten. Erfolgreich laufen auch die beiden Mittagstische. Vermehrt werde ausserdem die Randstundenbetreuung in Anspruch genommen, teilte Magdalena Bärtschi von der K&F KiTS GmbH mit. Im Kinderhort Peter Dreifuss habe es noch freie Plätze, bemerkte Bruno Lüthy, Präsident des Trägervereins.

Die Ludothek führt laut der Leiterin Nicole Hoffmann 2017 das Projekt «Barrierefrei spielen für alle» weiter und beteiligt sich am 20. Mai am nationalen Spieltag. Der Familientag des Vereins Autismus deutsche Schweiz ermöglichte die Begegnung mit an Autismus leidenden Kindern. Mit der neu gestalteten Website (www.ludothek-wohlen.ch) hoffe man zudem, weitere Kreise für die Ludothek zu erschliessen, sagte die Leiterin.