«Gestern habe ich wieder Eulen gehört», berichtet Karl Hausherr. «Hier im Wald gibt es einige.» Darum hat er mit anderen Freiwilligen vier neue Eulenkästen gebaut, in denen die eleganten Nachtvögel ihre Jungen ausbrüten können. Vroni Egli, die die freiwilligen Aktionen rund um die Vogelhäuschen koordiniert, erklärt: «Wir hatten hier früher vier bis fünf Eulenkästen, die sind alle altershalber kaputtgegangen, jetzt braucht es wirklich neue.»

Das muss sie dem engagierten Team nicht zweimal sagen. Karl Horat und Nik Meyer zimmern die Häuschen, Vroni Egli bemalt sie und ihr Mann Hans versieht sie mit Metallbügeln und metallenen Dächern. Und schon sind sie fertig. «Uns ist wichtig, dass die Häuschen robust sind. Sie sollen mindestens 10 bis 15 Jahre halten», sagt Vroni Egli.

64 Jahre Tradition

Die Arbeit zugunsten der gefiederten Waldbewohner hat in Uezwil lange Tradition. 1955, also vor 64 Jahren, haben August Hausherr, Gerhard Fischer und Viktor Meyer die ersten Vogelhäuschen gebaut und aufgehängt. Vor rund 15 Jahren sagte Karl Hausherr dann an einer Gemeindeversammlung, dass man sich dringend um die Häuschen kümmern müsse, denn die fielen auseinander. «Seither stellt uns die Gemeinde Holz und Verpflegung zur Verfügung, den Rest erledigen wir», sagt Hausherr.

Üezmeler Bäume werden gefällt

Üezmeler Bäume werden gefällt

Einige kleineren Nistkästen mussten abgehängt werden, weil derzeit Baumschläge durchgeführt werden – aber die Vogelfreunde sorgen für Ersatz. 

Abgesehen von den vier Eulenkästen hängen im Uezwiler Wald 155 kleinere Nistkästen, die vor allem für Meisen und Kleiber gedacht sind, aber auch von anderen Vögeln benutzt werden. Alle Kästen werden jeden Dezember in einer freiwilligen Nistkastenputzaktion kontrolliert, gesäubert und repariert oder ausgetauscht. Dabei wird immer festgehalten, ob sie von Vögeln, Wespen oder Hornissen bewohnt waren.

Jetzt gehts ans Montieren. Von den kleineren Kästen mussten zehn abgehängt werden, weil derzeit Baumschläge durchgeführt werden. «Sobald die Forstarbeiter fertig sind, hängen wir die Kästen auf, damit die Vögel einziehen können», freut sich Vroni Egli.