Arni
Weihwasser von Kirche und Regierung für das neue Jahrhundert-Trottoir

Bei einem bunten Strassenfest ist die um ein Trottoir erweiterte Hedingerstrasse eingeweiht worden. Politische und kirchliche Instanzen waren an diesem Akt beteiligt.

Brigitte Santmann Rubin
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Regierungsrat Stephan Attiger (links) beim Versprühen von Weihwasser mit den Pfarrern Georg Umbricht und Martin Hess als Assistenten.Brigitte Santmann Rubim

Regierungsrat Stephan Attiger (links) beim Versprühen von Weihwasser mit den Pfarrern Georg Umbricht und Martin Hess als Assistenten.Brigitte Santmann Rubim

Brigitte Santmann

«Ein Jahrhundertwerk weihe man heute ein», meinte Arnis Gemeindeammann Heinz Pfister in seiner Ansprache zur Eröffnung der Feier. Tatsächlich reicht die Geschichte des Bauprojekts Hedingerstrasse weit ins letzte Jahrhundert zurück.

Erste Vorstösse für ein Trottoir lagen bereits in den 1950er-Jahren auf dem Tisch. 1968 waren 111 Stimmberechtigte aufgefordert, über einen Kredit im Betrag von 5000 Franken für die Sanierung der Kanalisation abzustimmen; 1981 hat man nicht nur Tempo 40 für die Hedingerstrasse gefordert, sondern auch den Bau eines Trottoirs zum dringlichen Anliegen erklärt.

Geld und Zeit fehlten

So diskutierte man sich durch Jahre und Jahrzehnte, und immer wurde das Projekt wegen mangelnder Finanzmittel oder aus zeitlichen Gründen aufgeschoben. Erst zur Jahrtausendwende konnte endlich ein Projektkredit gesprochen werden, dem 2004 ein Kredit von knapp 3 Millionen Franken zur Sanierung von Strasse und Kanalisation folgte.

Mit 67 privaten Anstössern auf 800 Metern Strassenlänge musste verhandelt, 1000 Quadratmeter Land mussten von der Gemeinde erhandelt werden, bis schliesslich mit dem Bau begonnen werden konnte.

«Gelungene Sache»

Was lange währte, sei endlich gut geworden, merkte Regierungsrat Stephan Attiger an. Denn nach all den vielen Jahren habe man nun ein gutes Bauwerk – «e glungni, gfreuti Sach».

Kein Wunder also, dass die Arnerinnen und Arner nach dieser langwierigen Vorgeschichte ihr neues Trottoir gebührend einzuweihen gedachten. Bevor das Strassenfest mit Marktständen, Festwirtschaften, musikalischer Unterhaltung und Darbietungen des Jugend Circus Biber beginnen konnte, galt es, die Strasse auch in einer geistlichen Zeremonie einzuweihen.

Pfarrer Georg Umbricht, Leiter des Römisch-katholischen Pfarramtes St. Leodegar in Oberlunkhofen, segnete die Strasse und mahnte die versammelte Einwohnerschaft, jetzt nicht etwa mit Beten aufzuhören, weil man ja jetzt ein sicheres Trottoir habe.

Mit gutem Beispiel vorangehend betete er, Gott möge ein besonderes Augenmerk auf die Strasse richten und dafür sorgen, dass rücksichtsvoll gefahren werde. Er und sein Kollege Pfarrer Martin Hess von der Reformierten Kirchgemeinde Kelleramt besprühten sodann – mit tatkräftiger Unterstützung von Regierungsrat Attiger und einigen Gemeinderäten – Strasse und Publikum mit Weihwasser, bevor Attiger, der Arner Gemeinderat Francois Kocher und Gemeindeammann Heinz Pfister das über die Strasse gespannte Band durchschnitten und damit die Strasse offiziell der Bevölkerung übergaben.

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