Muri

Wegen wachsender Bevölkerung: Wasserreservoirs müssen ausgebaut werden

Plätschernder Martinsbrunnen im Klosterhof Muri: Die Wasserversorgungs-Genossenschaft sorgt seit 125 Jahren für gutes Trinkwasser in Muri.

Plätschernder Martinsbrunnen im Klosterhof Muri: Die Wasserversorgungs-Genossenschaft sorgt seit 125 Jahren für gutes Trinkwasser in Muri.

Die 125-jährige Wasserversorgungs-Genossenschaft Muri ist gut aufgestellt. Um den Ansprüchen einer wachsenden Bevölkerung zu genügen, müssen Wasserreservoirs ausgebaut werden.

Vor 125 Jahren erfolgte die Gründung der Wasserversorgungs-Genossenschaft (WVG) Muri. «Damals wurde der Grundstein für eine moderne Wasserversorgung in Muri gelegt», hält Präsident Thomas Suter fest. «Aus der damals kleinen Selbsthilfeorganisation konnte, dank dem initiativen Wirken von früheren Vorständen und der weiterhin aktiven Pflege des heutigen Vorstandes, ein wirtschaftlich gesundes und leistungsfähiges Unternehmen, welches dem Gemeinsinn verpflichtet ist, entwickelt werden.»

Die Genossenschaft kann im 2016/17 auf ein sehr erfreuliches Geschäftsjahr zurückblicken. Die grosse Bautätigkeit in Muri habe für die WVG Auswirkungen, hält Suter fest. «Einerseits profitieren wir von Anschlussgebühren, andererseits müssten die Kapazitäten den Bedürfnissen angepasst werden.» Die Pumpwerke seien bereits genügend leistungsfähig.

Die Reservoir-Kapazitäten seien da letzte Mal 1984 angepasst worden. Damals wurden rund 5400 Bezügerinnen und Bezüger versorgt. Heute ist die Bevölkerungszahl in Muri auf 7600 angewachsen. «Mit den anstehenden Bauprojekten wird die Einwohnerzahl weiter anwachsen. Die Reservoir-Kapazitäten müssen in den nächsten Jahren angepasst werden.»

Ständige Erneuerung

Zielvorgabe ist, mindestens ein Prozent, idealerweise 1,5 Prozent des Leitungsnetzes zu erneuern. Diese Erneuerungsquote lag im vergangenen Geschäftsjahr mit rund 500 Metern in der Vorgabe. «Verschiedene Problemleitungen konnten in den letzten Jahren eliminiert werden.

Dadurch ist die Zahl der Leitungsbrüche und des Wasserverlustes deutlich gesunken.» Für verschiedene Unterhaltsarbeiten am Netz wurden rund 574 000 Franken aufgewendet. Für 2017 bis 2020 sind die Erneuerungen Rüchligweg, Luwa-Areal, Paradiesweg und Bühlweg geplant, wie im Jahresbericht festgehalten wird.

Geringerer Wasserverbrauch

Die Pumpwerke Lippertswiese und Schachen funktionierten einwandfrei. Beim Stufenpumpwerk Luktenmorgen wurden beide Pumpenmotoren revidiert. Das Notpumpwerk Klosterfeld wird für den Notfall weiterhin unterhalten. Alle Reservoirs funktionierten während dem Geschäftsjahr einwandfrei.

Fakturiert wurden rund 690 000 (Vorjahr: 737 000) Kubikmeter Wasser. Der geringere Wasserverbrauch liegt im weniger trockenen Klima begründet. Der Wasserverlust ist mit über 20 Prozent höher als die Zielvorgaben. Im vergangenen Geschäftsjahr mussten 9 (9) Hauptleitungsbrüche und 15 (26) Hauszuleitungsbrüche verzeichnet werden. Weiter wurde Wasser an die Gemeinde Merenschwand (Benzenschwil), Boswil und Buttwil geliefert.

Zum Jubiläum will die WVG an die Schwimmbadgenossenschaft einen Beitrag von 1000 Franken pro Jahr, also 125 000 Franken für die Erneuerung der Rutschbahn spenden. Dieser Beitrag wird den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern an der Generalversammlung vom 29. September zur Annahme empfohlen.

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