Beinwil
Wegen Lasagne-Skandal gute Nachfrage nach Schlachtrinder

Über 50 Tiere wurden an der 39. Aargauer Braunviehauktion auf dem Horben in den Ring gebracht. Alle Tiere konnten verkauft werden, nicht zuletzt, weil die Nachfrage nach Rindfleisch besser geworden ist.

Eddy Schambron
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Das Interesse an der Braunviehauktion war auch dieses Jahr gross; alle Tiere konnten verkauft werden. ES

Das Interesse an der Braunviehauktion war auch dieses Jahr gross; alle Tiere konnten verkauft werden. ES

Die Preise wuchsen allerdings nicht in den Himmel. Im Schnitt wurden die Kühe für 2768 Franken verkauft, die Rinder für 2667 Franken. Jährlinge brachten 1266 Franken, Kälber gingen für durchschnittlich 634 Franken, wie Hugo Abt, Präsident des Aargauischen Braunviehzuchtverbandes, Bilanz zieht.

«Die Tiere gehen an 30 verschiedene Orte in der Schweiz», weiss er. Die meisten werden vor allem in der Zentralschweiz den neuen Besitzern hoffentlich Glück bringen.

Zwar ist der Milchpreis nach wie vor tief, dafür sind Schlachttiere gefragt, wie Markus Zemp, Schafisheim, Präsident Braunvieh Schweiz, ausführte. «Der Lasagene-Skandal mit dem Pferdefleisch nützt uns.» Die Nachfrage nach Schweizer Rindfleisch ist gestiegen, was sich positiv auf den Preis für Schlachtvieh auswirkt.

Langsam steigt auch der Milchpreis. Einerseits hören viele Bauern mit der Milchproduktion auf, andererseits produzieren die Kühe eher weniger Milch, weil die Bauern bei erhöhten Kosten für Kraftfutter zurückhaltender füttern. «Alles in allem keine schlechte Ausgangslage für die Auktion», prophezeite Zemp vor dem Anlass.

Das Interesse an der Auktion war gross. Viele Bauern aus der Zentralschweiz fanden den Weg auf den Horben. Gantrufer Bruno Furrer aus Mosen versuchte, jeweils die besten Preise für die Tiere im Ring zu erzielen. Und kam mit seinem Sprüchen auch bei jenen gut an, die nur schon wegen der besonderen Atmosphäre auf den Horben gereist waren.

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