Ab 1. Januar
Wegen immer grösserer Herausforderungen: Spitex möchte ihre Kräfte mit einer Fusion bündeln

Die Spitex-Organisationen Mutschellen, Bremgarten, Kelleramt und Niederwil/Fi-Gö wollen sich ab 1. Januar 2022 zusammenschliessen.

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Die Spitex ist da, wenn Hilfe nötig ist. (Symbolbild)

Die Spitex ist da, wenn Hilfe nötig ist. (Symbolbild)

Monika Flueckiger

Immer komplexere Pflegesituationen, die Ausrichtung des Gesundheitswesens auf «ambulant vor stationär», erhöhte zeitliche Verfügbarkeit des Pflegepersonals, zunehmend spezialisierte Pflegedienstleistungen, Digitalisierung – die Spitex steht in den kommenden Jahren vor immer grösser werdenden Herausforderungen. Weil die erhöhten Ansprüche künftig durch die lokalen Organisationen kaum mehr befriedigend gelöst werden können, haben die Präsidenten der vier Spitex-Organisationen vom Mutschellen, Reusstal und Kelleramt im Herbst ein Projekt gestartet. Ziel ist, alle Kräfte in einer regional tätigen, leistungsfähigen Organisation mit professionellen Strukturen zu bündeln. Unter einer Gesamtleitung sollen in einem ersten Schritt die zentralen Funktionen wie Ausbildung, Qualität, Sicherheit, Finanzen und Informatik zusammengeführt werden, teilt die Spitex mit.

«Dabei werden die Mitarbeitenden in Pflege und Hauswirtschaft kaum tangiert werden, die Stützpunkte bleiben weiterhin bestehen. So wird sichergestellt, dass die Betreuung der Klientinnen und Klienten nahtlos, in vertrauter Konstellation, weitergeführt werden kann», heisst es weiter.

In Zukunft werden rund 45000 Einwohner unterstützt

«Wir wollen mit diesem Schritt vor allem unsere Kräfte bündeln, uns noch professioneller aufstellen und uns mit gemeinsamer Kraft für die künftigen Aufgaben wappnen» – so die Botschaft aller vier beteiligten Präsidenten zur Fusionsabsicht. Im Vordergrund steht dabei die Erbringung zusätzlicher Leistungen unter Beibehaltung der hohen Qualität, weniger die Kosteneinsparung. Dennoch sei davon auszugehen, dass sich der Zusammenschluss kostendämpfend auswirke.

Die Präsidenten der vier Spitex-Organisationen sind sich einig: «Wir haben viele motivierte und engagierte Mitarbeitende sowie funktionierende, bestehende Strukturen bei Spitex. Darauf bauen wir in der Organisations- und Prozessentwicklung auf.»

Mit der regionalen Spitex-Organisation werden gesamthaft rund 45000 Einwohner in 15 Gemeinden unterstützt. Nachdem alle Vorstände dieser Fusionsabsicht zugestimmt haben und die entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten, haben auch alle Gemeinden ihre schriftliche Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit erklärt. Die öffentliche Spitex entlastet mit ihren Leistungen nebst dem stationären Langzeitbereich (unter anderem Alters- und Pflegeheime) zunehmend auch den stationären Akutbereich von Spitälern in der Region. (az)

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