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Wegen Corona-Virus: Pflegi Muri schliesst Restaurant für Besucher

Klartext: Restaurant Benedikt bleibt bis 16. März geschlossen.

Klartext: Restaurant Benedikt bleibt bis 16. März geschlossen.

Wegen des Corona-Virus sollen im Murianer Heim die externen Besucherströme so weit wie möglich reduziert werden.

Die Pflegi Muri hat angesichts der Gefahren mit dem Corona-­Virus beschlossen, das Restaurant Benedikt für externe Gäste bis auf weiteres zu schliessen. Entsprechende Hinweise am Eingang machen deutlich, dass am Montag, 16. März, die Massnahme überprüft werde. Ebenfalls werden Besucherinnen und Besucher gebeten, die Pflegi nur noch über den Haupteingang am Nordklosterrain zu betreten. Eine interne Taskforce verfolgt das Geschehen ständig und wird bei Bedarf notwendige Massnahmen beschliessen, wie Pflegi-Direktor Thomas Wernli unterstreicht. «Wir wollen allenfalls nicht sagen müssen, wir hätten nicht die nötigen Massnahmen beschlossen.»

Die Massnahme wirkt: «Wir haben jetzt praktisch keine externen Gäste mehr im Restaurant Benedikt, erklärt Wernli. Normalerweise werden 150 bis 200 externe Gäste am Mittag verpflegt, jetzt sind es noch fünf bis zehn Personen, Tendenz sinkend. «Die Leute zeigen sehr viel Verständnis, im Restaurant ist es jetzt sehr familiär.» Abgesagt oder räumlich verlegt werden verschiedene Anlässe, die sonst in der Pflegi stattgefunden hätten.

Im Reusspark bleibt das Restaurant offen

Im Reusspark in Niederwil und anderen Heimen werden die öffentlichen Restaurationsbetriebe noch offen gehalten. «Unser Restaurant ist normal geöffnet», erklärt Luzia Fischer vom Reuss­park. Das bleibt so, bis die Lage allenfalls neu beurteilt werden muss. An allen Eingängen des Reussparks sind selbstverständlich nicht nur Spender von Desinfektionsmittel aufgestellt, sondern auch Plakate mit den Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit. «Wir sind vorbereitet, wenn das Virus in unserem Haus zu Problemen führen würde», betont Fischer. Ralph Huggel, Leiter des Solino in Boswil, unterstreicht, dass die Cafeteria, die nur am Nachmittag geöffnet hat, weiterhin offen bleibt. «Intern haben wir kein Risiko», sagt er, «aber das Virus kann von extern eingeschleppt werden.»

Deshalb appelliert das Heim an die Verantwortung von Besuchenden und informiert entsprechend. «Wir stellen seit einer Woche deutlich weniger Besucherinnen und Besucher fest.» Ähnlich halten es auch andere Altersheime in der Region. «Wir bitten Sie freundlich, bei Grippe, Husten oder Unwohlsein momentan auf Besuche zu verzichten», schreibt beispielsweise das Regionale Alters- und Pflegeheim Eichireben in Sarmenstorf. Auch das Zentrum Aettenbühl in Sins hat die Angehörigen und Bewohnenden gemäss Bundesamt für Gesundheit informiert. Josef Villiger, Leiter des Altersheim St.Martin in Muri, hat, neben der Information von Mietern und Angehörigen, je nach Räumlichkeiten Kurse für externe Besucherinnen und Besucher zum Teil eingestellt.

Die Alters- und Pflegeheime der Region sind miteinander in Kontakt. «Wir alle haben unsere Pandemiekonzepte immer bereit und können schnell und flexibel reagieren», unterstreicht Ralph Huggel. Und Thomas Wernli ergänzt: «Wir können innerhalb einer Stunde ein Zimmer oder eine Gruppe isolieren». Zudem setzt er auf gute Kommunikation: «Wir führen auf den Wohngruppen Gesprächsrunden mit Bewohnern und Mitarbeitenden.»

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