Freiamt
Wegen Corona-Virus: Kein Reusslauf, keine Fasnacht, keine Tore

Auch im Freiamt mussten wegen der drastischen Massnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus Grossanlässe abgesagt werden.

Marc Ribolla
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Kein Reusslauf, keine Fasnacht, keine Tore

Kein Reusslauf, keine Fasnacht, keine Tore

Archiv/awa Bild: zvg

Monatelange Vorbereitungen, OK-Sitzungen und zig Mannstunden Arbeit für den Bremgarter Reusslauf sind für die Katz. Der begehrte, schweizweit bekannte Laufanlass, der die Serie der Frühlingsläufe eröffnet, kann am Samstag nicht stattfinden. Schon wenige Minuten nach der Ankündigung des Bundesrats über das Verbot von Grossanlässen mit über 1000 Personen wegen des Corona-­Virus am Freitagmorgen war der Fall klar.

Die Organisatoren mussten schweren Herzens den Reusslauf in diesem Jahr absagen. Statt der wirbelnden Beine von rund 2000 Läuferinnen und Läufern und von rund 300 Schülerinnen und Schülern herrscht heute tote Hose im Reussstädtchen. Schon am Freitagmittag begann das Bauamt mit den Abbauarbeiten der Infrastruktur rund ums Casino-Areal in Bremgarten. Ob und wie der Reusslauf allenfalls später im Verlauf des Jahres nachgeholt werden kann und die Auswirkungen der Absage auf die Veranstalter gibt es im Regionalsport-Teil dieser Ausgabe zu lesen.

«Die Enttäuschung ist natürlich riesig»

Die drastischen Massnahmen haben auch ihre Auswirkungen auf das Fasnachtswochenende im Freiamt. Definitiv betroffen und abgesagt sind alle Anlässe in Unterlunkhofen. Dort wären gestern die Kinderfasnacht und der Knackerball durchgeführt worden – und heute der legendäre Schüürball in der Mehrzweckhalle, wo unter anderem elf Guggenmusiken angekündigt waren. In der Halle stand schon alles bereit für die grosse Party.

Noch am Donnerstagabend freuten sich die Organisatoren nach getaner Aufbauarbeit um Mitternacht auf Facebook: «Am Samstag bringen wir die Bude so richtig zum Kochen.» Einen halben Tag später folgte das Aus. «Ihr könnt euch vorstellen, dass uns der Entscheid überhaupt nicht einfach gefallen ist. Aber leider bleibt uns keine andere Wahl. Zusammen mit der Gemeinde entschieden wir, alles abzusagen. Die Enttäuschung ist natürlich riesig», teilen die Ballorganisatoren der Sumpfer Stilzli mit.

Auch der zweite grössere Fasnachtsanlass der Region musste schweren Herzens abgesagt werden: der 214. Göttiball der Götti-Gesellschaft Wohlen im Casino. Aktuar Alessandro Arreghini gab sich auf Anfrage am Nachmittag zwar noch zuversichtlich, sagte aber: «Wir nehmens, wies kommt.» Nur wenige Stunden später kam die Absage. Via Facebook hielt der Verein fest: «Wir verstehen eure Enttäuschung, denn auch wir sind sehr enttäuscht... Der Entscheid wurde durch unseren Vorstand gefällt und ist uns sehr schwer gefallen. Wir hoffen aber trotzdem auf euer Verständnis.» Dass der Entscheid tatsächlich schmerzt, zeigen die nächsten Zeilen: «Mit traurigen Grüssen und bis zur nächsten Fasnacht, eure Götti-Gesellschaft.»

Rückrundenstart des FC Wohlen verschoben

Im sportlichen Bereich noch offen ist die Ansetzung des Handball-Erst-Liga-Duells zwischen Wohlen und West HBC heute in den Hofmatten. Gemäss Präsident Martin Laubacher habe man noch keine Bewilligung beim Kanton beantragt, werde dies aber wohl am Samstagmorgen machen. «Und sonst schliessen wir die Halle halt bei 150 Zuschauern zu», sagt er. Infos zum Spiel gäbe es ebenfalls online.

Fix ist hingegen, dass sich die Kicker des FC Wohlen die Schuhe heute nicht schnüren müssen. Alle Spiele des Auftakts in die Rückrunde der 1. Liga sind verschoben. Damit auch die Partie in der Niedermatten gegen Solothurn.

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