Bremgarten
Weder Frau Sutter noch Frau Stöckli wollen eine Kampfwahl

Bernadette Sutter und Doris Stöckli sagen «Ja, aber» zur Vizeammann-Kandidatur. Wie Sutter in einer Stellungnahme ausführt, würde sie sich zwar zur Verfügung stellen, wolle aber «keine Kampfwahl auslösen». Gleich sieht es auch Stöckli.

Lukas Schumacher
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Bernadette Sutter, CVP, Bremgarten (links), und Doris Stöckli, parteilos, Hermetschwil-Staffeln.

Bernadette Sutter, CVP, Bremgarten (links), und Doris Stöckli, parteilos, Hermetschwil-Staffeln.

Lukas Schumacher

In den Jahren 2014 bis 2017 bilden zwei Männer und drei Frauen den Stadtrat Bremgarten. Da liegt es auf der Hand, dass eine der drei Frauen das Vizeammann-Amt ausüben sollte; der Vizeammann-Sessel wird frei, weil Rolf Meier Anfang März als Stadtrat abgewählt worden war.

Stadträtin Monika Briner kommt als Vizeammann nicht infrage. Sie gehört, wie der aktuelle und wohl auch künftige Stadtammann Raymond Tellenbach, der FDP an.

Das höchste und das zweithöchste politische Amt werden im Reussstädtchen nie an Stadträte aus der gleichen Partei vergeben. Diese Spielregel bewährt sich, sie wird seit vielen Jahrzehnten praktiziert.

«Will keine Kampfwahl auslösen»

Bleiben somit als Vizeammann-Kandidatinnen Stadträtin Bernadette Sutter von der CVP und die parteilose Stadträtin Doris Stöckli aus dem künftigen Ortsteil Hermetschwil-Staffeln. Bernadette Sutter sagt «Ja, aber» zu einer allfälligen Kandidatur.

Anmeldefrist bis 9. August

Am 22. September findet auch die Schulpflegewahl Bremgarten statt. Einer der fünf Sitze ist für eine Person aus Hermetschwil-Staffeln reserviert. Am 22. September werden zudem Finanzkommission, Steuerkommission, Steuerkommission-Ersatz, Stimmenzähler, Stimmenzähler-Ersatz neu bestellt. Anmeldefrist für Kandidierende: 9. August. Diese Gremien können in stiller Wahl besetzt werden, falls die Zahl der Kommissionssitze der Kandidatenzahl entspricht. Bei mehr Kandidaten kommt es zu Entschei-dungen an der Urne. (sl)

Wie Sutter in einer Stellungnahme ausführt, würde sie sich zwar zur Verfügung stellen, wolle aber «keine Kampfwahl auslösen». Falls Doris Stöckli kandidiere, gebe sie dieser gerne den Vortritt, führt die Bremgarter CVP-Stadträtin aus.

«Eine schöne Geste»

Auch Doris Stöckli, amtierende Frau Vizeammann in Hermetschwil-Staffeln und künftige Stadträtin, sagt «Ja, aber» zu einer Vizeammann-Kandidatur in Bremgarten. Auch sie möchte eine Kampfwahl vermeiden.

Wie nimmt Doris Stöckli den von Sutter zugespielten Ball – Verzichtserklärung, wenn die Hermetschwilerin kandidiert – auf? «Das werte ich als eine schöne Geste gegenüber mir und Hermetschwil-Staffeln», sagt Doris Stöckli.

Ob sie als Vizeammann kandidiere, sei allerdings offen. Stöckli verweist auf eine Gesprächsrunde mit den neuen Stadtratskolleginnen und -kollegen. Falls man ihr Unterstützung zusichere, sei eine Kandidatur wahrscheinlich.

Kurz und gut: Man kann unter diesen Umständen davon ausgehen, dass bei der Urnenwahl vom 22. September Doris Stöckli konkurrenzlos als Vizeammann kandidiert und Raymond Tellenbach genauso als alt-neuer Bremgarter Stadtammann.