Wohlen
Wave-Boards und Playmobil– die Ludothek ist nun im Einkaufszentrum

Über 1600 Artikel findet man im neuen Lokal im Bünzmärt. Vor 26 Jahren war die Idee, in Wohlen eine Ludothek zu betreiben, noch revolutionär. Heute gehört sie zum Angebot, das ein Regionalzentrum einfach anbieten muss.

Jörg Baumann
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Die Ludothek-Präsidentin Nicole Hoffmann bei der Eröffnung im Bünzmärt. BA

Die Ludothek-Präsidentin Nicole Hoffmann bei der Eröffnung im Bünzmärt. BA

Quo vadis, Ludothek? Die Frage hing in der Luft, bis die 17 initiativen Frauen von der Wohler Ludothek die Lösung fanden: Sie verlegten den Standort kurzerhand von der ehemaligen Glaserei Meier an der Waltenschwilerstrasse in den Bünzmärt an der Friedhofstrasse.

«Hier haben wir viel mehr Platz als am alten Ort. Die Besucher müssen nicht mehr beim Kaninchenstall links abbiegen und eine Treppe hochklettern, um in die Ludothek zu gelangen», bemerkte Nicole Hoffmann, Präsidentin des Trägervereins, an der Eröffnung.

Viele Wünsche werden erfüllt

Vor 26 Jahren war die Idee, in Wohlen eine Ludothek zu betreiben, noch revolutionär. Heute gehört sie zum Angebot, das ein Regionalzentrum einfach anbieten muss. Das Sortiment genügt mit 1600 Artikeln auch den ausgefallensten Wünschen.

«Selbst die Grossmutter kann zu uns kommen und sich mit ausgeliehenen Spielzeugen auf einen Spielnachmittag mit ihren Grosskindern vorbereiten», erklärt Nicole Hoffmann. «Zu den Rennern gehören die Mohrenkopfschleudern, die Wave-Boards oder die Playmobile. Aber auch die traditionellen Holzspielsachen werden immer noch rege nachgefragt.»

Die Ludothek ist ihrem Motto treu geblieben, Eltern, Vereinen, Gruppen, Kindergärten und Schulen, aber auch der Pfadi, der Jungwacht oder dem Blauring für wenig Geld Spielsachen auszuleihen. Auch Veranstalter bestücken die Kinderecke an ihren öffentlichen Anlässen gerne und oft mit Sachen aus dem Fahrzeugpark der Ludothek. Das Motto «Wir haben das Zeug zum Spielen» ist deshalb überhaupt nicht übertrieben.

Die Ludothek betreibt sogar eine eigene Reparaturabteilung für Holzfahrzeuge, die defekt zurückgekommen sind. Ist ein Spielzeug nicht mehr aktuell, gibt man es an einen Flohmarkt zum Verkauf.

Ohne den ehrenamtlichen Einsatz des Führungsteams, vielen Frondienstleistenden, die zahlreichen Sponsoren und den Beitrag der Gemeinde würde die Ludothek nicht funktionieren. «Wir sind ein Non-Profit-Betrieb und arbeiten ehrenamtlich. Der Betrieb muss aber kostendeckend sein», betont Nicole Hoffmann. Die Schirmherrschaft hat schon vor Jahren der Gemeinnützige Ortsverein Wohlen übernommen.

Regelmässig an der Öffentlichkeit

Besonderen Wert legt das Team auf eine gute Beratung ihrer Kundschaft, die darüber informiert sein will, für welches Alter sich welches Spielzeug eignet. Trotz einem Überangebot an Fernsehkanälen gibt es sie immer noch: die Familien, die sich gemeinsam dem Spielen widmen wollen.

Um das Publikum auf dem Laufenden zu halten, organisiert die Ludothek einmal im Monat in der Wohler Kulturbeiz einen Spielabend, nächstes Mal am 29. April, ab 20 Uhr. «Die Züglete an den neuen Standort hat uns zwar stark gefordert. Aber sie hat uns auch Mut gegeben für die nächsten 25 Jahre», erklärte die Vereinspräsidentin.

Infos auf der Homepage
www.ludothek-wohlen.ch.

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