Mutschellen

Wasserverband will mit Bohrungen zusätzliches Trinkwasser suchen

Wasserbohrungen sind eine mögliche künftige Massnahme.

Wasserbohrungen sind eine mögliche künftige Massnahme.

Um weniger auf die Wasserlieferungen aus dem Zürichsee und aus Bremgarten angewiesen zu sein, plant der Vorstand des Wasserverbands umfangreiche geologische Vorabklärungen. Die Untersuchungskosten belaufen sich auf 50 000 Franken.

Nach den beiden Gemeinden Bremgarten und Waltenschwil will auch der Regionale Wasserverband Mutschellen neue Trinkwasservorkommen aufspüren. Der Verband verfügt nur über wenig eigenes Wasser. Den Wasserbedarf deckt er grösstenteils aus aufbereitetem Zürichsee-Wasser und aus Wasserlieferungen aus Bremgarten.

Wenn immer möglich will der Wasserverband Mutschellen in Zukunft den Haushaltungen Berikon, Widen, Rudolfstetten, Zufikon und Oberwil-Lieli mehr eigenes Trinkwasser zur Verfügung stellen.

Breites Untersuchungsprogramm

Der Vorstand des Wasserverbands will ein mehrteiliges geologisches Untersuchungsprogramm aufgleisen. Dies in Zusammenarbeit mit dem Fachbüro Heinrich Jäckli aus Baden. Das Prüfprogramm umfasst vier Optionen, die man prüfen will, um zusätzliches Trinkwasser zu gewinnen.

Option 1 gilt dem Felsgrundwasser in der Molasse, den Ablagerungen und Ablagerungsgesteinen. Dabei sollen vorhandene Bohrprotokolle aus Erdsondenbohrungen ausgewertet werden, um das Potenzial abzuschätzen und geeignete Sondierstandorte zu finden. Option 2 betrifft das vorhandene tiefe Grundwasserstockwerk im Reusstal. Auch hier will man bestehende Erdbohrprotokolle auswerten und Standorte überprüfen.

Option 3 befasst sich mit einer Erweiterung der bestehenden Nutzung des Grundwasservorkommens zwischen Unterlunkhofen und Zufikon. Daten der zwei dortigen Grundwasserfassungen Breite und Nüeschhau will man auswerten und eine mögliche Grundwasseranreicherung prüfen. Option 4 gilt einer zusätzlichen Nutzung von Quellwasser in Hangbereichen. Nebst einer Bestandesaufnahme der vorhandenen Quellfassungen soll deren Potenzial abgeschätzt werden.

Programm kostet 50 000 Franken

Das beschriebene Untersuchungsprogramm ist zum Preis von 50 000 Franken zu haben. Abgestimmt wird an der Abgeordnetenversammlung des Regionalen Wasserverbandes vom 11. September im Restaurant Stalden in Berikon. Sagt das «Wasserparlament» Ja, wird das Fachbüro Jäckli die Vorabklärungen durchführen und einen Bericht dazu verfassen.

Gestützt auf den Fachbericht wird der Verbandsvorstand einer nächsten Abgeordnetenversammlung Lösungsmöglichkeiten zur Wassersuche präsentieren. Dies in Verbindung mit einem Kreditantrag in der Grössenordnung von 500 000 Franken.

Bohrungen oder Untersuchungen

Diese 500 000 Franken sollen eingesetzt werden für einzelne Massnahmen wie: Bohrungen zum Felsgrundwasser in der Molasse, Bohrungen ins tiefe Grundwasserstockwerk im Reusstal, für Untersuchungen zur Erweiterung der Nutzungen bei den vorhandenen Grundwasservorkommen Zufikon/Unterlunkhofen oder für Untersuchungen zu einer zusätzlichen Nutzung von Quellwasser.

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