Rund um die Uhr sind derzeit mehrere Bautrockner in der Turnhalle Oberlunkhofen im Einsatz. Grund dafür ist ein Wasserschaden, der sich bereits Mitte Dezember ereignete. Der Übeltäter: eine Filterpatrone aus Kunststoff, die unter hohem Wasserdruck platzte.

«Tausende Liter Wasser stauten sich im Technikraum, schwappten in den Geräteraum und die Turnhalle über und sammelten sich unter dem Hallenboden und der Schulbühne», erklärten Schulleiter Christof Zehnder und Hauswart Ruedi Nussbaumer bei der Besichtigung der Baustelle.

Lange wurde das austretende Wasser nicht bemerkt. Doch dann schlugen die Mitglieder des Damenturnvereins Alarm bei der Feuerwehr. Diese war rasch vor Ort, stoppte die Wasserzufuhr zum Gebäude und pumpte die Wassermassen ab.

Damit schien der Schaden behoben zu sein. Doch Urs Bürgi, Gemeinderat und Zuständiger für die Schulliegenschaften, kennt die Fortsetzung der Geschichte: «Man dachte, man hätte alles im Griff. Doch wenige Wochen später begann sich der Parkettboden der Halle und des Geräteraums wegen der Feuchtigkeit zu wölben.»

Parkettboden ersetzen

Kurzerhand schloss die Schule ihre Turnhalle, räumte den Geräteraum und zog eine Gebäudetrocknungsfirma hinzu. Eine Testbohrung unter dem Hallenboden brachte die unerfreuliche Erkenntnis: Der Parkettboden muss ersetzt werden.

Dies bedingt allerdings, dass der Beton-Unterboden zuerst komplett getrocknet wird. Seither wird das Turnhallengebäude maximal beheizt, um den Einsatz der Bautrockner zu verkürzen, damit bald mit dem Einbau des neuen Bodens begonnen werden kann. «Inklusive Heizungs- und Stromkosten rechnen wir mit einer Schadenssumme im 6-stelligen Bereich», schätzt Gemeinderat Bürgi.

Am 18. März soll die Turnhalle für die Schulklassen und Vereine wieder zugänglich sein. In der Zwischenzeit findet der Turnunterricht mit mehreren Klassen im Freien oder in der Schulaula statt. Während einige Vereine ihre Termine für die Bauzeit absagten, darf der Volleyballclub sein Training in der Turnhalle von Unterlunkhofen fortsetzen. Das freut besonders Urs Bürgi: «Wir sind dankbar, dass die Schule, die Vereine und die umliegenden Gemeinden so flexibel sind.»