Muri

Was zu tun ist, damit sich der Stau am Kreisel Muripark nicht massiv erhöht

Der Rückstau wird sich in alle Richtungen ausdehnen: Der Kreisel Muripark ist heute an seiner Kapazitätsgrenze.

Der Rückstau wird sich in alle Richtungen ausdehnen: Der Kreisel Muripark ist heute an seiner Kapazitätsgrenze.

Der neue Kommunale Gesamtplan Verkehr fordert ein besseres Verkehrsmanagement, damit die Staulängen rund um den Kreisel Muripark nicht unerträglich werden.

Der Kreisel Muripark läuft bereits heute an der Kapazitätsgrenze, der Bus wird durch die schlechte Verkehrsqualität auf den Hauptachsen ebenfalls beeinträchtigt. Die Situation für Fussgänger und Velofahrer ist unbefriedigend und die Erschliessung des Gebietes Brühl wird voraussichtlich einige Probleme mit sich bringen. Das sind Erkenntnisse aus einer Analyse im Zusammenhang mit dem Kommunalen Gesamtplan Verkehr (KGV), der jetzt vom Regierungsrat genehmigt wurde. Der Plan ist ein neues Instrument, das im überarbeiteten Baugesetz vorgesehen ist. Es will dazu anhalten, dass sich Gemeindebehörden vermehrt Rechenschaft über die gesamte Mobilität in der Gemeinde geben. Der KGV Muri wurde von einer Planungskommission in sechs Workshops erarbeitet, ist behördenverbindlich und kann auf der Homepage der Gemeinde eingesehen werden.

Rückstau wird länger

Zum Beispiel Brühl: Falls die Bebauung des Areals lediglich über den Knoten Zürcherstrasse/Eggstrasse erschlossen wird, wird sich der Rückstau am Kreisel beim Muripark weiter verlängern, kommt der KGV zum Schluss. Aber auch die Überbauung Luwa-Areal mit 190 Wohnungen oder das Bahnhof-Areal mit gut 100 Wohnungen, um aktuell nur die grössten zu nennen, werden dafür sorgen, dass sich «die Staulängen voraussichtlich massiv erhöhen». Vor allem beim Kreisel Muripark werde sich der Rückstau in alle Richtungen ausdehnen. «Der Rückstau wird sich soweit verlängern, dass auch benachbarte Knoten überstaut werden.» Momentan sind allerdings keine baulichen Massnahmen denkbar, welche den Kreisel entlasten würden. Die Gemeinde soll aber mit dem Kanton laufend prüfen, ob Möglichkeiten für eine Entlastung umgesetzt werden können.

Bewusstseinsbildung vorantreiben

Als konkrete Massnahmen sieht der Plan unter anderem Anpassungen im Parkplatzreglement mit Anreizen für weniger Parkfelder und mehr Carsharing und die grundsätzliche Verbesserung des Mobilitätsmanagements vor. Bewusstseinsbildung, Anreizsysteme für umweltfreundliches Verhalten, Förderung von Mobility-Fahrzeugen oder Ladestationen für Elektrofahrzeuge sind die Stichworte. In geeigneten Gebieten soll autoarmes Wohnen oder Arbeiten gefördert werden. Mit der Anbindung des Industriegebiets an den Bahnhof durch einen Industriebus könnte die Aarauer- und Luzernerstrasse entlastet werden; ein entsprechender Versuch scheiterte allerdings 2014/15 wegen mangelnder Frequenzen.

Für Fussgänger und Radfahrer soll das Netz ausserhalb des Zentrums ergänzt und eine direkte Veloverbindung entlang der Schienen auf Höhe der Bahn angestrebt werden. Recht gut erschlossen ist Muri mit dem öffentlichen Verkehr. Der Bahnhof wird im Halbstundentakt in die Hauptrichtungen bedient. Der Bus übernimmt die Feinerschliessung, wobei dieser durch die Staus auf den Hauptachsen negativ beeinflusst wird. Die Schaffung von guten Voraussetzungen für die kombinierte Mobilität, also die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel, sei ist ein wichtiges Element für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Mobilität insgesamt.

Die Schnittstellen zwischen den einzelnen Verkehrsmitteln – Velo, Bahn- Bus – seien dabei von zentraler Bedeutung. In Muri stehen heute am Bahnhof 55 Park+Ride- sowie rund 200 Bike+Ride-Parkfelder zur Verfügung. Ausserdem gibt es ebenfalls am Bahnhof einen Mobility-Standort. Die Veloparkierungsanlage am Bahnhof sei zu verbessern und/oder zu erweitern.

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