Wie viel kostet die Erstellung des geplanten Durchgangsplatz für Schweizer Fahrende beim Kreisel Benzenschwil, und mit welcher Belegung muss in Merenschwand gerechnet werden? Mit ihrer Interpellation wollen die zwei Grossratsmitglieder Benjamin Brander und Milly Stöckli (beide SVP, Muri) klären. Unter anderem wollen sie wissen, ob die Betreibergemeinde eines solchen Platzes das Reglement mitbestimmen und ob die Gemeindeversammlung darüber abstimmen kann.

Ursprünglich für Werkhof?

Die Interpellanten wollen weiter wissen, ob der Kanton ursprünglich nicht geplant habe, auf dem für den Durchgangsplatz ins Auge gefass-
ten Gelände den neuen Werkhof als Ersatz für den mitten in Muri an einem ungünstigen Standort stehenden Werkhof erstellen wollte. Sollte das zutreffen, wollen sie wissen, wo der Kanton gedenkt, den Werkhof Muri anzusiedeln, «wenn sich dieser in spätestens sieben bis zehn Jahren mitten in einer Wohnzone befindet.»

Sie stellen weiter die Frage, ob es der Regierungsrat nicht bevorzugen würde, «wenn man für solche Durchgangsplätze alte Industriebrachen vorbildlich nutzen würde, anstatt wertvollstes Kulturland an bester Lage zu verschwenden?»

Standort Cham bekannt?

Weiter verlangen Brander und Stöckli vom Regierungsrat Auskunft, wo im Freiamt sonst noch Plätze gesucht und nach welchen Kriterien derjenige von Merenschwand ausgewählt worden ist. «Ist dem Regierungsrat bekannt, dass im Kanton Zug, unweit der Aargauer Grenze (Cham) bereits wieder ein Durchgangsplatz erstellt worden ist, und wurde dieser bei der Standortwahl genügend berücksichtigt?» (es)