«Sehr überrascht» ist die FDP Muri von der Ankündigung des Gemeinderates, die Abteilungen Finanzen und Steuern, Soziale Dienste und die Regionalpolizei provisorisch in einem Neubau auf dem Fremo-Areal unterzubringen. Die Parteien seien mit dieser Mitteilung «vor vollendete Tatsachen gestellt» worden, obwohl der Gemeinderat im vergangenen Jahr bekundet habe, «die Ortsparteien künftig aktiver in relevante Geschäfte einbeziehen zu wollen». Die Orts-FDP verlangt nun mit zahlreichen Fragen Präzisierungen zum Provisorium Verwaltungsgebäude.

Die Partei will nicht nur Auskunft zum Beispiel über die nutzbare Fläche oder die Parkierungssituation, sondern auch grundsätzlich wissen, wie das Terminprogramm der Bauherrschaft aussieht und was der Gemeinderat plant, falls der Bezug nicht auf das Ende des Mietvertrags im Spital und im Amtshaus sichergestellt werden kann. «Unseres Wissens ist gerade einmal der Abbruch von drei Gebäuden auf dem Fremo-Areal bewilligt, für ein Neubauprojekt wurde bisher kein Baugesuch publiziert».

Kritisch scheint die Partei auch die Einschätzung des Gemeinderates zu sehen, der Neubau auf dem Fremo-Areal werde für eine beschränkte Zeit «ein ansprechender Standort für einen Teil der Verwaltung» sein. Die betreffenden Parzellen seien, «versteckt hinter dem grossen Gebäude Nr. 725 an der Aarauerstrasse, an der SBB-Linie gelegen und von der Kantonsstrasse her nur teilweise sichtbar». Welche Kriterien, fragen Präsident Tobias Knecht und Vorstandsmitglied Christoph Schnitter, würden bei der vorhandenen Situation zur Qualifizierung des Standortes als «ansprechend» führen?

Welche Alternativen geprüft?

Antwort erhofft sich die FDP auf die Fragen, welche anderen Standorte vom Gemeinderat geprüft worden seien und mit welchen Kosten man bei den einzelnen Standorten gerechnet habe. «Welche Gegenleistungen erhält die Vermieterschaft Fremo für die Zugeständnisse von marktunüblichen Vertragsbedingungen zugunsten der Mieterschaft (keine Mindestdauer, jederzeit kündbar beziehungsweise verlängerbar)?» Und was geschehe mit dem Neubau auf dem Fremo-Areal, wenn die Gemeinde mit ihren Abteilungen in ihr eigenes Verwaltungsgebäude umziehen werde? Schliesslich wird Auskunft verlangt, wie sich der geplante einzelne Neubau auf die späteren raumplanerischen Gestaltungsmöglichkeiten und Konzepte im Gebiet zwischen Ende Bahnhofareal und der Liegenschaft Lidl auswirke.