Es ist ein trauriger Aufruf, der in den letzten Tagen mehrere hundert Mal geteilt worden ist auf Facebook. Es geht um eine Freiberger-Stute, die ein neues Zuhause sucht, unter anderem steht da: «Sollte es bis Ende Februar zu keiner guten Lösung für mich kommen, werde ich zu einem Pferdehändler bzw. Metzger gebracht.»

Stute Jamira ist mit zwei anderen Freibergern namens Vento und Cameron noch auf dem landwirtschaftlichen Betrieb der Wohn- und Arbeitsstätte für Menschen mit Beeinträchtigungen im Murimoos zuhause. Weil diese seit Längerem keine Kutschenfahrten mehr anbietet, wird für die drei Pferde ein neues Zuhause gesucht.

«Etwas Besseres verdient»

Den Flyer, der auf Facebook kursiert, hat laut Tele M1 eine Mitarbeiterin der Institution erstellt. Sie habe diesen an die Gnadenhöfe in der Region verschickt. Geschäftsführer Michael Dubach habe ihr die Information mit dem Schlachthof in einer Email mitgeteilt. 

Tele M1 war am Dienstag vor Ort – in einem Interview stritt Dubach die Sache mit dem Schlachthof ab. «Diese Pferde gehen nicht zum Metzger», betonte er mehrmals. Seit die Kutschenfahrten eingestellt worden seien, würden die Pferde nur herumstehen, sie hätten etwas Besseres verdient. Kostenlos würde der Betrieb die Tiere an «einen guten Ort» abgeben. 

Der Facbook-Wirbel zeigte immerhin bereits Wirkung – am Dienstag war mindestens eine Interessentin vor Ort. (smo)