Oberwil-Lieli

Warum SVP-Glarner am Wahl-Apéro über Hunde und Knochen sprach

Andreas Glarner bekommt von Gemeinderat und Verwaltung eine Flasche Wein

Andreas Glarner bekommt von Gemeinderat und Verwaltung eine Flasche Wein

Als einziger Vertreter aus dem Freiamt wurde Andreas Glarner in den Nationalrat gewählt. Es ist das erste Mal, dass die Gemeinde Oberwil-Lieli einen Vertreter nach Bern schicken kann - das wurde mit einem Apéro gefeiert.

Oberwil-Lieli hat erstmals einen Vertreter in Bern. Andreas Glarner bekam am Wahlsonntag 75'305 Stimmen von den Aargauerinnen und Aargauern und erzielte damit unter den neu angetretenen Politikern hinter Thomas Burgherr das zweitbeste Resultat. Die Gemeinde feierte dies mit einem gebührenden Apéro.

Glarner hat nicht mit Wahl gerechnet

Er habe schon haufenweise Anfragen von Lobbyisten erhalten, erzählte Glarner. «Ein Hund mit einem Knochen im Maul beisst nicht. Ich werde bestimmt keinen Knochen zwischen den Zähnen haben.» Sein Amt als Gemeindeammann werde er weiterführen, so Glarner. «Nur schon, weil spekuliert wurde, ich sei nur gewählt worden, damit ich endlich aus dem Dorf weg sei.»

Ein Küsschen für Andreas Glarner: "Ich habe eine 'Schiissfreud' - aber dieses Amt ist auch eine Bürde."

Am Wahlsonntag gabs von der Partnerin ein Küsschen für Andreas Glarner: «Ich habe eine 'Schiissfreud' - aber dieses Amt ist auch eine Bürde», sagte er kurz nach seiner Wahl (18.10.2015).

Vizeammann Ursula Gehrig überreichte Glarner eine Flasche Wein im Namen des Gemeinderats und der Verwaltung. «Den kannst du trinken, wenn du in vier Jahren wiedergewählt wirst. Vom Bundesrat sprechen wir vorläufig nicht, da hättest du dann eine grössere Flasche zugute», meinte sie schmunzelnd. Andreas Glarner sei ein extrem engagierter Mensch, man schätze seine Geradlinigkeit, seine Hartnäckigkeit sowie seine grossen Leistungen sehr. Glarner habe nicht mit der Wahl gerechnet, verriet sie.

Die Musikgesellschaft Oberwil-Lieli spielte am Apéro für Nationalrat Andreas Glarner ein Ständli.

Die Musikgesellschaft Oberwil-Lieli spielte am Apéro für Nationalrat Andreas Glarner ein Ständli.

«Das stimmt, sonst hätte ich jetzt nicht so ein Durcheinander mit meinen Terminen im Dezember», bestätigte der Nationalrat. Vor dem Amt habe er grossen Respekt. «Die erste Aufgabe eines Nationalrats ist die Oberaufsicht über die Regierung und die Verwaltung, das möchte ich wahrnehmen, genau wie ich es auch in Aarau gemacht habe.» Es seien Leute gefragt, die nicht wegschauen würden und sich getrauten, auch heisse Eisen anzupacken.

Zur Feier waren Vertreter der umliegenden Gemeinden, Parteikollegen, Freunde und Familie erschienen, um Glarner zu gratulieren. Die Musikgesellschaft Oberwil-Lieli umrahmte die Feier mit einem Ständli.

Phänomen Glarner

Phänomen Glarner

Nur wenige Aargauer Politiker polarisieren so stark wie Andreas Glarner. Der SVP-Hardliner fiel vor allem mit seinen provokanten Wahlplakate und Äusserungen vor Kamera auf. (20.10.2015)

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