Der Wohler Gemeindeammann Walter Dubler hat ein Problem mehr: Die Gemeindeammännervereinigung des Bezirks Bremgarten hat an ihrer Bezirkskonferenz in Arni eine Konsultativabstimmung zum neuen Lasten- und Finanzausgleich des Kantons durchgeführt. Das Resultat von 12:8 Stimmen gegen die aktuelle Vorlage, mit der sich der Grosse Rat vor zwei Wochen in der ersten Lesung befasst hat, bringt Dubler ziemlich in die Bredouille.

Er präsidiert die Gemeindeammännervereinigung des Bezirks Bremgarten und hat als Vorstandsmitglied der Aargauer Gemeindeammänner-Vereinigung in der Arbeitsgruppe Aufgaben- und Lastenentwicklung Kanton-Gemeinden mitgewirkt. Dubler ist ein vehementer Verfechter der Vorlage. Nicht zuletzt darum, weil er sich davon für die Gemeinde Wohlen massive finanzielle Vorteile verspricht.

Von seinen Amtskolleginnen und -kollegen hat er jetzt den klaren Auftrag gefasst, sich als Vertreter des Bezirks Bremgarten gegen das vorliegende Konzept zu stellen. Für die Mehrheit der Gemeinden bringe die vom Regierungsrat präsentierte neue Regelung keine Vorteile, sondern – unter anderem – zum Teil massive finanzielle Mehrbelastungen, wurde an der Versammlung erklärt.

Vorstoss zum Asylwesen

Ebenfalls nicht zufrieden ist man in den Gemeinden des Bezirks mit der Situation im Asylwesen. Es ist nicht mehr nur der Oberwil-Lieler Gemeindeammann und Neu-Nationalrat Andreas Glarner, der mittelfristig eine markante Zunahme der Sozialfälle durch Asylbewerber mit Aufenthaltsstatus B und F befürchtet. «Bei uns steigt die Zahl der Asylbewerber, die aus unserem Durchgangsheim in Wohnungen ziehen und umgehend Sozialhilfe beantragen. Im Moment können wir die Kosten noch dem Kanton weiter verrechnen. Aber was ist in fünf Jahren?», sagte der Villmerger Gemeindeammann Ueli Lütolf.

Die Problematik will man nun Regierungsrätin Susanne Hochuli aufzeigen. Dazu wird eine Arbeitsgruppe mit den Ammännern der Gemeinden Villmergen, Büttikon, Oberwil-Lieli und Tägerig gebildet, welche die konkrete Situation im Bezirk aufnimmt.