Waltenschwil
Bannegg-Halle hat ein Lifting nötig: Jetzt soll das bedeutendste Dorfgebäude für 1,5 Millionen saniert werden

Waltenschwil stimmt am 24. November an seiner Gemeindeversammlung über diverse Verpflichtungskredite ab. Darunter jener für die Sanierung der 53-jährigen Bannegg-Halle. Auch die Ortsbürger müssen mit der Rechtsformänderung des Forstbetriebs Wagenrain bald wichtige Entscheidungen treffen.

Melanie Burgener
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Die Bannegg-Halle in Waltenschwil soll teilsaniert werden. An der Gmeind wird ein Kredit von 100'000 Franken für die Planung beantragt.

Die Bannegg-Halle in Waltenschwil soll teilsaniert werden. An der Gmeind wird ein Kredit von 100'000 Franken für die Planung beantragt.

Melanie Burgener

«Unsere Finanzlage ist zwar in Ordnung. Aber deswegen werden wir jetzt nicht euphorisch», sagt Simon Zubler. Der Gemeindeammann von Waltenschwil wirft hinsichtlich der anstehenden Gemeindeversammlung einen Blick auf die geplanten Investitionen 2022. Grosse Anschaffungen sind nicht geplant. Dennoch stehen einzelne Geschäfte auf der Liste, die nicht aufgeschoben werden können.

Ganz oben auf dieser Liste steht eines der bedeutendsten Gebäude in Waltenschwil: die Bannegg-Halle. Seit sie vor gut 53 Jahren gebaut worden ist, wurden im Rahmen eines Umbaus 2003 einzelne Sanierungen im Innern, wie beispielsweise die Nasszellen, vorgenommen. «Die Fenster und Türen und die Fassade sind aber immer noch im Originalzustand», so Zubler.

Auch die sanitären Anlagen und die Lüftungen müssen erneuert werden. Die rund 1,5 Millionen Franken für diese Aussen- und Teilsanierung könne die Gemeinde dank einer Vorfinanzierung bereits aufbringen, ohne damit künftige Budgets zu belasten. Für die Planung der Sanierung, die 2023 beginnen soll, muss an der Gmeind vom 24. November aber ein Kredit von 100'000 Franken genehmigt werden.

Neue Wasserleitungen und neues Licht am Burgweg

Gutsprechen soll die Bevölkerung auch einen Verpflichtungskredit von 50'000 Franken für eine geringfügige Überarbeitung der Nutzungsplanung. Seit diese 2014 rechtskräftig geworden ist, hätten sich Gesetze auf Bundesebene geändert, die nun angepasst werden müssen, so beispielsweise das Festlegen neuer Gewässerräume. Die Gemeinde selbst möchte ebenfalls Änderungen vornehmen, zum Beispiel die «Zone für öffentliche Anlagen» im Bereich Gotthardweg überprüfen.

«Das vierte Traktandum wurde mitunter durch den Neubau eines Mehrfamilienhauses am Burgweg ausgelöst», erklärt Simon Zubler das Geschäft. Die Wasserleitungen an jenem Burgweg hätten in der Vergangenheit bereits Brüche aufgewiesen und müssten erneuert werden. Zeitlich passe das mit dem Neubau perfekt. Dafür ist ein Verpflichtungskredit von 100'000 Franken beantragt. Dazu kommt einer im Betrag von 120'000 Franken für den Strassenbau im selben Gebiet.

Gleichzeitig werde am Burgweg auch die Strassenbeleuchtung ausgewechselt, was jedoch mit dem Geld eines bereits im Jahr 2018 gesprochenen Kredites bezahlt werden soll.

Insgesamt rechnet die Gemeinde 2022 mit einem Ertragsüberschuss von rund 55'000 Franken. «Grund dafür, dass wir schwarze Zahlen schreiben können, sind unter anderem die Aufwertungen der Baulandreserven, die jeweils zu Beginn einer neuen Amtsperiode gemacht werden», erklärt Simon Zubler.

Rechtsformänderung Wagenrain betrifft auch Waltenschwil

Die Ortsbürgerinnen und Ortsbürger versammeln sich am 22. November. Sie stimmen über die neuen Rechtsformen des Forstbetriebs Wagenrain ab. Bisher wurde dieser als unselbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt geführt und darin auch der Holzhandel inkludiert.

Einerseits wird der Wagenrain nun, weil es das Gesetz von sämtlichen Forstbetrieben verlangt, zu einer selbstständigen öffentlich-rechtlichen Anstalt. Andererseits soll das Holzhandelsgeschäft vom Forstbetrieb separiert werden.

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