Freiamt
Wachstum im Freiamt: Fischbach-Göslikon und Sarmenstorf wachsen stark

Wachstum im Freiamt: Bei den Bezirken Bremgarten und Muri ist die Einwohnerzahl von 104 793 auf 106 408 gestiegen.

Lukas Schumacher
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Wachstum in Fischbach-Göslikon und Sarmenstorf am höchsten

Wachstum in Fischbach-Göslikon und Sarmenstorf am höchsten

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Jonen ist eine der Freiämter Gemeinden, die in den letzten 15 Jahren stark wuchsen.

Jonen ist eine der Freiämter Gemeinden, die in den letzten 15 Jahren stark wuchsen.

FB

2013 wuchs der Kanton Aargau um 7900 Personen, was ein Plus von 1,3 % im Vergleich zu 2012 bedeutet. Der Bezirk Bremgarten brachte es 2013 hinter dem Bezirk Baden auf den zweitgrössten Wachstumsquotienten. Um 1,7 % nahm die Bevölkerung im Bezirk Bremgarten zu. Ende 2013 wohnten 72 698 Leute in den Gemeinden des Bezirks Bremgarten. Ein Jahr zuvor, Ende 2012, waren 71 473 Personen hier wohnhaft und somit 1225 weniger.

Im Bezirk Muri lagen die Wachstumsraten 2011 und 2012 deutlich über dem Aargauer Bezirksmittel. Diesmal nicht. Fürs Jahr 2013 weist die kantonale Statistik beim Bezirk Muri ein bescheideneres Plus von 1,2 % aus. Ende 2012 hatten 33 320 Leute in den Bezirksgemeinden Muri gewohnt. Bis Ende 2013 stieg die Einwohnerzahl in den Murianer Gemeinden um 390 auf 33 710 Personen an. Im Freiamt wohnten am 31. Dezember 2013 total 106 408 Leute.

Fi-Gö vor Sarmenstorf

Die Grafik (rechts) zeigt, wie sich die Einwohnerzahlen der Freiämter Gemeinden im letzten Jahr entwickelten. In fünf Gemeinden des Bezirks Bremgarten nahm das Bevölkerungswachstum innert eines Jahres prozentual recht stark zu, nämlich um mehr als 3 %. Die höchste Wachstumsquote mit 7,2 % weist die Reusstalgemeinde Fischbach-Göslikon (Fi-Gö) auf, gefolgt von Sarmenstorf mit 5,2 % und Niederwil mit 3,9 %. Villmergen mit 3,7 % und Rudolfstetten-Friedlisberg mit 3,1 % komplettieren die Spitzengruppe.

Einwohnerzahl in Islisberg hat sich innert 15 Jahren fast verdoppelt

Ein anderes Bild als die Wachstums-Momentaufnahme 2012/2013 (Text oben) vermittelt ein Blick auf die Entwicklung der Freiämter Gemeinden in den letzten 15 Jahren. Prozentual am kräftigsten hat die Kleingemeinde Islisberg zugelegt. Deren Einwohnerzahl kletterte von 311 auf 608, was einem Wachstumsplus von 96% entspricht. In anderen, überwiegend kleineren Freiämter Gemeinden nahm die Dorfbevölkerung zwischen 1998 und 2013 ebenfalls rasant zu. So in Auw (59 % mehr Einwohner als vor 15 Jahren), in Abtwil (50% ), Arni (48%), Büttikon (44%), Oberlunkhofen (42%), Fischbach-Göslikon (38%), Jonen (36%), Merenschwand (32%), Besenbüren (31%), in Waltenschwil (29%) oder Sins (29%).
Eine starke Entwicklung erlebte auch die Gemeinde Villmergen, deren Einwohnerzahl zwischen 1998 und 2013 von 5247 auf 6688 stieg (plus 28%). Auch in den anderen Freiämter Zentrumsgemeinden kam es in den letzten 15 Jahren zu beachtlichen Wachstumsschüben. In Wohlen betrug das Wachstumsplus 16%, in Muri 19% und in Bremgarten 25%. In Rottenschwil, Widen und Bettwil war die Einwohnerzahl 1998 höher als im Jahr 2013. (sl)

Bei den absoluten Zahlen (Zuzüge minus Wegzüge und Geburten minus Todesfälle) hat Villmergen mit einem Plus von 238 Personen die Nase vorne. Auf den nächsten Plätzen folgen die Grossgemeinde Wohlen mit einem Plus von 234 Personen, Sarmenstorf mit einem Plus von 125 und Rudolfstetten-Friedlisberg mit einem Plus von 116 Personen.

Dietwil vor Auw

Im Bezirk Muri, im Oberfreiamt, brachten es letztes Jahr vier Gemeinden auf ein prozentuales Wachstum von mehr als 3 % (siehe Grafik rechts). Das höchste Wachstum stellte sich in Dietwil mit 5,9 % ein, das zweithöchste in Auw mit 4,1 %. Geltwil mit 3,2 % und Bettwil mit 3,1 % vervollständigen die vier Gemeinden, die prozentual am stärksten zulegten. Bei den absoluten Zahlen (Zuzüge minus Wegzüge und Geburten minus Todesfälle) nimmt Auw mit einem Plus von 79 Personen den Spitzenplatz ein. Der Bezirkshauptort Muri liegt mit einem Plus von 74 auf Platz zwei, dahinter rangieren Boswil mit einem Plus von 43, Dietwil mit einem Plus von 39 und Merenschwand mit einem Plus von 36 Personen.

Kleine Schrumpfkur

Gemäss kantonaler Statistik sind 2013 zehn Freiämter Gemeinden nicht gewachsen, sondern leicht geschrumpft. Im Bezirk Muri musste die Gemeinde Sins ein kleines Minus hinnehmen, nachdem Sins in den Vorjahren als eine der stärksten Freiämter Wachstumsgemeinden jeweils kräftig zugelegt hatte. Für Sins wird ein Minus von 21 Personen ausgewiesen. Rückläufig waren die Einwohnerzahlen letztes Jahr auch in den Murianer Bezirksgemeinden Buttwil (minus 12 Personen), Mühlau (minus 10) und Oberrüti (minus 7).

Im Bezirk Bremgarten gingen die Einwohnerzahlen letztes Jahr in sechs Gemeinden zurück, darunter in den beiden grossen Mutschellengemeinden Berikon mit einem Minus von 65 Personen und Widen mit einem Minus von 41. Für Unterlunkhofen steht ein Minus von 38 Personen zu Buche. Minime Rückgänge verzeichneten Uezwil, Hermetschwil-Staffeln und Oberlunkhofen.

Erwähnenswert im Zusammenhang mit der Bevölkerungsentwicklung im Aargau: In der Zeitspanne 1990 bis Ende 2013 verzeichnete das Oberfreiamt (Bezirk Muri) das höchste Wachstum aller Regionen im Kanton mit einem Plus von 44 %.