Sportplatz-Sanierung

Vorweihnachtsgeschenk für Villmergen? Womöglich zahlt Swisslos eine halbe Million Franken mehr

Der Hauptplatz (im Vordergrund) soll saniert werden, auf der bisherigen Fussball-Wiese (im Hintergrund) soll ein neuer Kunstrasenplatz entstehen, und daneben ist ein neues Garderobengebäude mit den nötigen technischen Einrichtungen geplant.

Der Hauptplatz (im Vordergrund) soll saniert werden, auf der bisherigen Fussball-Wiese (im Hintergrund) soll ein neuer Kunstrasenplatz entstehen, und daneben ist ein neues Garderobengebäude mit den nötigen technischen Einrichtungen geplant.

Swisslos-Sportfonds stellt mit 0,75 Mio. Franken eine deutlich höheren Beitrag in Aussicht als bisher angenommen. Für die Gemeinde ist das eine grosse Erleichterung.

Höchst erfreuliche Post für die Gemeinde Villmergen: Die Sportkommission des Swisslos-Sportfonds des Kantons Aargau stellt einen deutlich höheren Beitrag an die geplante Sanierung der Sportanlagen Badmatte in Aussicht, als man ursprünglich erwartet hat. «Wir haben mit rund 250'000 Franken gerechnet, jetzt könnten es 750'000 Franken werden», sagt der zuständige Gemeinderat Renato Sanvido. Die Nettoinvestitionskosten der Gemeinde für das auf 4,9 Mio. Franken veranschlagte Grossprojekt würden sich so um bis zu 15 % reduzieren.

Auf drei Projekte aufgeteilt

In Villmergen ist man bisher davon ausgegangen, dass man das Projekt bei der Sportkommission als Ganzes einreichen müsse und im besten Fall mit dem bereits erwähnten Beitrag von 250'000 Franken rechnen dürfte. Jetzt hat die Sportkommission der Gemeinde jedoch mitgeteilt, dass das Projekt in die drei Einzelkomponenten «Garderoben- und Technikgebäude», «Neubau Kunstrasenspielfeld» und «Sanierung Hauptspielfeld» aufgeteilt werden könne. Das bedeutet, dass drei Beitragsgesuche gestellt und somit auch dreimal 250'000 Franken erwartet werden dürfen. «Eine definitive Zusage liegt noch nicht vor, aber aufgrund der bisherigen Gespräche dürfen wir doch recht optimistisch sein, dass wir den höheren Beitrag erhalten werden», freut sich Sanvido.

Das in Aussicht stehende Vorweihnachtsgeschenk von Swisslos ist für ihn durchaus ein positiver Nebeneffekt, aber nicht ursächlich dafür, dass er sich stark für dieses Projekt einsetzt: «Der Fussballclub Villmergen ist der Hauptnutzer der Anlage, die wir sanieren und ausbauen wollen. Der Verein hat über 370 Mitglieder, davon sind über 200 Juniorinnen und Junioren, denen auf der Badmatte eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung geboten wird», sagt Sanvido. Der Gemeinderat sei davon überzeugt, mit diesem Projekt vor allem auch in die Villmerger Jugend zu investieren.

«Klar», sagt Gemeinderat Renato Sanvido, «4,9 Mio. Franken sind ein grosser Betrag, und angesichts der aktuellen Finanzlage für die Gemeinde nicht einfach so zu stemmen.» Der Gemeinderat rede diesbezüglich auch Klartext und schliesse eine Steuererhöhung als Folge dieses Vorhabens nicht generell aus: «Wir werden es vorerst ohne Steuererhöhung versuchen und die Entwicklung abwarten. Vor einer etwaigen Steuererhöhung werden wir eine umfassende Kosten- und Leistungsanalyse beantragen. Eine solche ist für das nächste Jahr geplant.

Eine Frage der Solidarität

Man dürfe sich durchaus die Frage stellen, ob es Sinn mache, so viel Geld in den Fussball zu investieren, sagt Renato Sanvido. Die Antwort habe viel mit solidarischem Verhalten zu tun: «In Villmergen wird das aktive Vereinsleben seit je grossgeschrieben. Wir sind nicht zuletzt deshalb trotz dem intensiven Wachstum der letzten Jahre ein lebendiges und attraktives Dorf geblieben. Die Gemeinde hat die Vereine immer stark unterstützt, und zu diesen Vereinen gehört selbstverständlich auch der Fussballclub.»

Mit der Realisierung des Projektes wolle der Gemeinderat seine Verantwortung für die Instandhaltung der gemeindeeigenen Infrastruktur wahrnehmen. Das Vorhaben sei zudem keineswegs luxuriös, sondern decke in allen Belangen lediglich die wesentlichen Bedürfnisse des Fussballclubs ab. Der Verein werde sich im Rahmen seiner Möglichkeiten an der Finanzierung beteiligen, und auch ein Beitrag der Gemeinde Dintikon stehe in Aussicht.

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Autor

Toni Widmer

Toni Widmer

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