Fischbach-Göslikon
Von nationaler Bedeutung: Bagger sind erneut am Werk um das Moor besser zu schützen

Alter Flurweg muss der Natur weichen. Das Moor von nationaler Bedeutung wird besser geschützt und der Weg neu gebaut.

Toni Widmer
Merken
Drucken
Teilen
Der neue Flurweg (links) ist ausgebaggert, der alte (rechts) wird mit Humus überdeckt.

Der neue Flurweg (links) ist ausgebaggert, der alte (rechts) wird mit Humus überdeckt.

Toni Widmer

Vor 10 Jahren sind in Fischbach-Göslikon an der Toten Reuss die Bagger aufgefahren. Die Abteilung Landschaft und Gewässer des Kantons Aargau hat dort ein umfangreiches Renaturierungsprojekt realisiert.

Bis dahin hatten die Bauern dort die rund zweieinhalb Hektaren Land bewirtschaften können. Heute steht im Frühling das Wasser – zumindest wenn es vorher genügend geregnet hat – und von Juni bis im Herbst kann eine abwechslungsreiche Blumenpracht bewundert werden.

Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts hat die Reuss von Bremgarten her dort eine Schlaufe gezogen. Im Zuge der damaligen grossen Korrektor wurde der Fluss in diesem Gebiet begradigt, der alte Lauf aber nicht zugeschüttet. So ist ein toter Arm entstanden – die Tote Reuss, welche noch immer teilweise mit Wasser gefüllt ist.

Moorschutz wird verbessert

Seit ein paar Tagen ist im Gebiet wieder ein Bagger am Werk. Die Naturschutzzone, welche in den 90er-Jahren als «Augengebiet und Flachmoor von nationaler Bedeutung» qualifiziert worden ist, soll noch besser geschützt werden. Um den Nährstoffeintrag zu verhindern, wird der bestehende Flurweg entlang der Toten Reuss auf knapp 350 Metern Länge um durchschnittlich rund 20 Meter ostwärts verlegt.

Der alte, stark überwachsene und kaum mehr erkennbare, Weg wird humusiert. Dadurch entsteht ein neuer Landstreifen, der künftig als ungedüngte Magerwiese genutzt wird.