Bremgarten

1. Erwähnung: 12. Jh.

Nennungen: Bremgarten, Premgartorn, Fremgarton, Bremegarten, Bremgartun, Bremigartin, Bremgart, Bremegarton, Bremgartten, Bremigarton, Bremegarton, Brêmgarten

Der Name Bremgarten gehört ebenfalls zu den Ortsnamen, die nicht völlig sicher gedeutet werden konnten. Es handelt sich sehr wahrscheinlich um eine Bildung aus den beiden mittelhochdeutschen Gattungswörtern brëm «Rand, Verbauung, Einfassung» und garte «Garten, Einfriedung, Pflanzland». Es würde sich somit um einen ursprünglichen Flurnamen mit der Bedeutung «am Rande, am Wasser gelegenes Pflanzland» oder «eingehegter, durch eine Verbauung geschützter Garten» handeln.

Es gibt aber auch verschiedene andere Deutungsweisen, die Huber aber allesamt entkräftet. Zehnders Variante nennt er gar «verwegen» und «problematisch»: Dieser geht von der Form Vermegaton aus, woraus er das keltisches *Verg-mago-dunon «befestigte Anlage auf dem Krumm-Feld: Burg bei der sich windenden, gekrümmten Ebene» konstruiert. Hier einige weitere Beispiele: Im frühen 19. Jh. erklärte Franz Ludwig von Haller den Namen als lateinisch prima guardia «Hauptwache eines Lagers». Jahn (1850) vermutete eine Bildung aus einem angeblich keltischen *brem, *bre «Hügel» und *gard «geschlossener Raum» oder eine deutsche Zusammensetzung bramgard «von Dornengebüsch umgebene Ansiedlung». Brandstetter (1902) erklärt den Namen als Bildung aus ahd. brâmo, brâmâ «Brombeerstrauch», so wäre Bremgarten wie Rosengarten als «mit Dornen eingehegtes Gelände» zu verstehen.

Weiter wurde Bremgarten als Bildung aus ahd. brama «Gebüsch» und hard «Wald» gedeutet, so wäre Bremgarten ein «Buschwald». Zum Schluss steht die Überlegung, der Name könnte von mhd. brëm «Rand, Verbauung, Einfassung» stammen, was besonders bei deutschen Ortsnamen als «Rand am Wasser« verwendet wird. Wie bei Bremen wäre Bremgarten damit eine Hafenstadt. Dies wird in neuerer Forschung ebenso abgelehnt wie die Herleitung vom ahd. Tiernamen bremo «Bremse, Stechfliege».

Bünzen

1. Erwähnung: 1259

Nennungen: Bunzina, Bunzena, Bunzenach, Buintzanach, Búntzen, Buinzenach, Bützenach

Die Herkunft des Ortsnames Bünzen (genauso wie der Gewässername Bünz) ist laut Kristol noch nicht befriedigend geklärt. Zehnder glaubt an einen lateinisch-romanischen Ortsnamen, der von *(villa) pontina «zur Brücke gehörendes Hofgut; Brückenort» her stammt. Das sei aus lautgeschichtlicher Sicht jedoch kaum möglich, so Huber. Er geht davon aus, dass Bünzen in frühromanischer Zeit, also vor der Germanisierung, zweifellos zum galloromanischen Sprachgebiet gehört hat. Der Name könnte somit auf lateinisch *(villa) Pontiania«Hofgut des Pontius» zurückzuführen sein. Da in Bünzen römische Münzfunde gemacht wurden, scheint das Alter der Siedlung gesichert. Spätestens bei der Germanisierung im 7. Jahrhundert sollte der Name dann von *Pontiana zu Bunziana verändert und auch auf den Bach übertragen worden sein.

Büttikon

1. Erwähnung: 924

Nennungen: Putinchova, Potinchouem,  Potinchouen, Butinchon, Puttejnchon,  Bottechon, Bütinkon, Bútikon, Búttinkon, Bvtinkon, Puttikon, Bütik, Buitikon,  Buetikon etc.

Der Name Büttikon setzt sich zusammen aus einem ahd. Personennamen  Buto/Puto, der in zahlreichen lautlichen Varianten belegt ist, und der Ortsnamenendung -(i)kofen/-(i)kon. Als ahd. Grundform ist *Put- oder Pot-ing-hovun«bei den Höfen der Sippe des Puto/Poto» (oder ähnlich) anzunehmen.

Buttwil

1. Erwähnung: 12. Jh.

Nennungen: Butwile, Butwil, Buttwile,  Buttwil

Buttwil ist eine Bildung aus dem ahd. Personennamen Buto/Puto, der in zahlreichen lautlichen Varianten belegt ist, und der Ortsnamenendung -wilari. Als ahd. Grundform ist *Putin-wilari«Hofsiedlung des Puto» anzunehmen.

Dietwil

1. Erwähnung: 1236

Nennungen: Tuerwile, Tuetwile, Tuotwile, Tuethwile, Tuetwile, Dietwile, Dietwile, Dietwil, Tuetwil Dietwil ist sehr wahrscheinlich eine  Bildung aus dem ahd. Personennamen Tuoto und der Ortsnamenendung -wilari. Als ahd. Grundform ist daraus abgeleitet Tuotinwilari«Gehöft des Tuoto» sehr wahrscheinlich. Andere Quellen schlagen den Personennamen Dieto, Dioto als  Ursprung vor, das sei aber laut Krostol eher unwahrscheinlich.

Dottikon

1. Erwähnung: 12. Jh.

Nennungen: Totikon, Totinchon, Totinkon, Dothinchon, Tottinkon, Tottikon

Der Name Dottikon setzt sich zusammen aus dem ahd. Personennamen Totto und der Ortsnamenendung -(i)kofen/-(i)kon. Als Grundform ist ahd. *Tott-ing-hovun«bei den Höfen der Sippe des Totto» anzunehmen.

Eggenwil

1. Erwähnung: 12. Jh.

Nennungen: Eggenswile, Egenwile, Egenwil, Egewilare, Egenwilare, Eginwilare,  Egenweilere, Eginqilw, Engenwile,  Eigenwile, Eggenwil

Der Ortsname Eggenwil ist eine Bildung aus dem ahd. Personennamen Egino und der Ortsnamenendung -wilari. Die Grundform ist ahd. *Egininwilari «Hofsiedlung des Egino».

Fischbach(-Göslikon)

1. Erwähnung: 11./12. Jh.

Nennungen: Visbach, Fischbach, Fishpach, Vischpach, Vischbach, Visibach

Der Ortsname Fischbach ist ein ursprünglicher Bachname und bezeichnet in seiner ahd. Grundform *fiscbah«Fischbach» ganz einfach einen fischreichen Bach.

(Fischbach-)Göslikon

1. Erwähnung: 12. Jh.

Nennungen: Göslichoven, Göslikon,  Cohelinchon, Cozlincholn, Gorenlinchon, Gozelinkon, Goezlinchon, Goessinkon,  Cozlincholn, Goetlinchon, Goesslincon,  Goesselichon

Göslikon ist aus dem ahd. Personennamen Gozilo und der Ortsnamenendung -(i)kofen/-(i)kon gebildet. Als Grundform ist ahd. *Gozilinghovun«bei den Höfen der Sippe des Gozilo» anzunehmen.

Geltwil

1. Erwähnung: 12. Jh.

Nennungen: Geltwile, Geltwil, Gettwil,  Giltwile, Geltwiler

Geltwil ist aus dem ahd. Personennamen Geldo/*Gelto und der Ortsnamenendung -wilari gebildet. Als Grundform ist *Geltin-wilari«beim Gehöft des Gelto» anzunehmen.

Das Wappen der Gemeinde beruht auf einer zweifachen volksethymologischen Umdeutung des nicht mehr verständlichen Personennamens Geldo/*Gelto. Es zeigt eine Gelte (Zuber) und eine Münze (Geld).

Hägglingen

1. Erwähnung: 1036

Nennungen: Hekelingen, Heckelingen,  Hackelingen, Haclingin, Hechilingen,  Haccelingen, Hecgilingen, Hegelingen,  Haegelingen, Heggelingen, Hêgglingen, Heglingen

Hägglingen «bei den (Gefolgs-)Leuten, der Sippe des *Haggilo» ist eine Bildung mit der Verkleinerungsform *Haggilo (zu ahd. Personennamen Hacco, Hecco, der in zahlreichen Varianten belegt ist) und der Ortsnamenendung -ingun (-ingen, -igen).